Was bedeutet das?
Nasenbluten bedeutet, dass Blut aus einem oder beiden Nüstern des Pferdes austritt. Fachlich wird es als Epistaxis bezeichnet. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich: Ein leichtes, einseitiges Nasenbluten kann harmlos nach einem Stoß, nach starker Belastung oder durch eine gereizte Nasenschleimhaut entstehen. Es kann aber auch auf ernstere Erkrankungen hinweisen, etwa auf eine Blutung im Bereich der Luftsäcke, auf eine Pilzerkrankung der Luftsäcke oder auf Blutungen aus den tiefen Atemwegen. Achten Sie darauf, ob das Blut aus einem oder beiden Nüstern kommt, wie stark und wie lange es fließt, ob es hellrot oder dunkel ist und ob es mit Anstrengung oder einer Verletzung zusammenhängt. Diese Beobachtungen sind für die tierärztliche Beurteilung hilfreich, da sie auf die Blutungsquelle hinweisen können.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Menge und Umstände:
- ein- oder beidseitiges Bluten
- Menge und Dauer der Blutung
- Zusammenhang mit Belastung
- vorausgegangene Verletzung
Nasenbluten beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Nasenbluten ist beim Pferd ein dringendes Anzeichen. Ein kurzes, leichtes Bluten nach einem erkennbaren Stoß hört oft von selbst wieder auf und kann zunächst beobachtet werden. Sie sollten den Tierarzt jedoch hinzuziehen, wenn das Nasenbluten stark ist, immer wieder auftritt oder ohne erkennbare Verletzung entsteht, da dahinter eine ernstere Ursache stecken kann. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn das Nasenbluten sehr stark und anhaltend ist oder ganz ohne erkennbaren Anlass auftritt. Rufen Sie dann umgehend den Tierarzt an. Halten Sie das Pferd in der Zwischenzeit möglichst ruhig, vermeiden Sie jede Aufregung und Belastung und senken Sie den Kopf nicht künstlich ab. Notieren Sie sich, wie viel Blut ungefähr verloren geht, damit der Tierarzt die Schwere besser einschätzen kann.