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Luftsackmykose beim Pferd: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Die Luftsackmykose ist eine Pilzinfektion des Luftsacks, einer paarigen, luftgefüllten Aussackung im Kopf des Pferdes, die mit dem Rachenraum in Verbindung steht. In der Wand des Luftsacks verlaufen wichtige Blutgefäße und Nerven. Siedeln sich dort Pilze an, entsteht ein pilzbedingter Belag, der das darunterliegende Gewebe angreift und die Wände der großen Blutgefäße schädigen kann. Dadurch drohen plötzliche, oft heftige Blutungen, die für das Pferd lebensbedrohlich sind. Werden zusätzlich Nerven in Mitleidenschaft gezogen, können Schluckstörungen oder andere Ausfälle auftreten. Die Luftsackmykose entwickelt sich häufig zunächst unbemerkt, bis erste Warnzeichen wie einseitiges Nasenbluten auftreten. Sie zählt zu den gefährlichsten Erkrankungen im Kopfbereich des Pferdes und muss ernst genommen werden.

Typische Anzeichen

Die Erkrankung zeigt sich am Kopf:

  • plötzliches Nasenbluten ohne Verletzung
  • einseitiger Nasenausfluss
  • Schluckbeschwerden
  • gelegentlich Nervenausfälle im Kopf

Mögliche Ursachen

Die Pilzbesiedelung wird begünstigt durch:

  • feucht-warmes Klima im Luftsack
  • geschwächtes Immunsystem
  • vorbestehende Entzündungen
  • ungeklärte individuelle Faktoren

Was Sie tun können

Halten Sie das Pferd ruhig und vermeiden Sie Aufregung, die Blutungen verstärken könnte. Verständigen Sie umgehend den Tierarzt.

Luftsackmykose beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Die Luftsackmykose ist ein Notfall, da sie lebensbedrohliche Blutungen auslösen kann. Bemerken Sie bei Ihrem Pferd plötzliches Nasenbluten ohne erkennbare Verletzung, insbesondere aus einem Nasenloch, ist sofort tierärztliche Hilfe nötig, auch wenn die Blutung zunächst wieder aufhört. Warten Sie nicht ab, sondern rufen Sie umgehend den Tierarzt und halten Sie das Pferd möglichst ruhig, da Aufregung und Anstrengung eine erneute, heftigere Blutung begünstigen können. Auch andere Warnzeichen wie wiederkehrender blutiger Nasenausfluss, Schluckbeschwerden oder Ausfluss aus der Nase sollten Sie zeitnah abklären lassen. Kommt es zu einer starken, anhaltenden Blutung, ist rasches Handeln entscheidend. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser lassen sich gefährliche Gefäßblutungen verhindern und die Aussichten für das Pferd verbessern.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.