Was bedeutet das?
Nasenausfluss bezeichnet Sekret, das aus einem oder beiden Nasenlöchern austritt. Sein Aussehen gibt wichtige Hinweise auf die mögliche Ursache: Klarer, wässriger Ausfluss ist oft harmlos und entsteht durch leichte Reizungen oder Aufregung, während schleimiger, eitriger oder blutiger Ausfluss eher auf eine behandlungsbedürftige Ursache hindeutet. Dahinter können Reizungen, Allergien, Infektionen der Atemwege, ein Fremdkörper oder auch Zahnprobleme stecken, deren Wurzeln bis in den Nasenbereich reichen. Auch ob nur ein Nasenloch oder beide betroffen sind, ist aufschlussreich, denn einseitiger Ausfluss weist häufiger auf eine örtliche Ursache hin. Es lohnt sich daher, Farbe, Menge und Verlauf des Ausflusses aufmerksam im Blick zu behalten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Aussehen, Seite und Begleitumstände des Ausflusses.
- Farbe und Beschaffenheit (klar, schleimig, eitrig, blutig)
- ein- oder beidseitiges Auftreten
- Dauer und Häufigkeit
- Begleitsymptome wie Niesen, Husten oder Fieber
- Allgemeinbefinden und Appetit
Nasenausfluss beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Suchen Sie tierärztlichen Rat, wenn der Nasenausfluss eitrig, schleimig oder blutig ist, über mehrere Tage anhält oder mit Fieber, Mattigkeit, Niesen oder Fressunlust einhergeht. Besonders einseitiger, hartnäckiger Ausfluss sollte abgeklärt werden, da er auf einen Fremdkörper oder eine örtliche Erkrankung hinweisen kann. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn der Ausfluss blutig ist, mit Atemnot einhergeht oder Ihr Hund zusätzlich hohes Fieber und ausgeprägte Teilnahmslosigkeit zeigt. Dann sollten Sie nicht abwarten. Klarer, geringer Ausfluss ohne weitere Symptome ist dagegen meist harmlos; hier genügt es zunächst, den Hund zu beobachten und darauf zu achten, ob sich das Sekret verändert oder weitere Beschwerden hinzukommen.