Was bedeutet das?
Mehrere Hautknoten sind über den Körper verteilte, tastbare Verdickungen unter oder in der Haut, die unterschiedlich groß und fest sein können. Sie fallen oft beim Streicheln oder Putzen auf und wachsen manchmal langsam, manchmal rascher. Dahinter kann Harmloses wie Zysten, Fettgewebswucherungen oder abgekapselte Entzündungen stecken, ebenso aber gut- oder bösartige Tumoren. Auch verkapselte Abszesse bilden knotige Verdickungen. Von außen lassen sich diese Ursachen nicht sicher unterscheiden, da sich harmlose und ernste Knoten sehr ähnlich anfühlen können. Weil bei kleinen Heimtieren manche Umfangsvermehrungen rasch wachsen und streuen, ist es wichtig, Anzahl, Größe, Festigkeit und Veränderungen der Knoten genau zu beobachten und ihre Entwicklung über die Zeit im Blick zu behalten.
Worauf Sie achten sollten
Tasten Sie die Knoten ab:
- Anzahl, Größe und Verteilung
- Wachstum über die Zeit
- Verschieblichkeit und Schmerz
- Offene oder nässende Stellen
Mehrere Hautknoten bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Mehrere oder wachsende Knoten sollten zeitnah tierärztlich untersucht werden, da sich nur so klären lässt, ob es sich um harmlose Veränderungen oder um Tumoren handelt. Warten Sie nicht ab, bis die Knoten größer werden, denn frühzeitig beurteilte Umfangsvermehrungen haben bessere Aussichten. Beobachten Sie, ob die Knoten rasch wachsen, sich verhärten, sich mit der Haut verbacken oder das Allgemeinbefinden beeinträchtigen. Zum dringlichen Fall wird es, wenn rasch wachsende, aufgeplatzte Knoten vorliegen, denn dann drohen Infektionen und Blutungen der offenen Stellen. Halten Sie aufgeplatzte Knoten bis zum Termin sauber, hindern Sie das Tier möglichst am Aufkratzen und vermeiden Sie es, selbst an den Knoten zu drücken oder zu manipulieren. Bringen Sie das Tier zur Abklärung in eine Praxis oder Klinik.