Was bedeutet das?
Langes, lockiges Fell mit verzögertem oder fehlendem Fellwechsel (Hypertrichose) ist ein typisches Zeichen der Hormonstörung Cushing (PPID), die vor allem ältere Pferde betrifft. Das Fell bleibt auch im Sommer lang, dicht und oft gewellt, statt normal abgeworfen zu werden. Grund ist eine gestörte Regulation im Hormonhaushalt, die den natürlichen Fellwechsel beeinträchtigt. Häufig kommen weitere Anzeichen hinzu, etwa vermehrtes Trinken und Harnen, Muskelabbau, eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte oder eine Neigung zu Hufrehe. Nicht jedes lange Fell bedeutet Cushing, doch in Verbindung mit solchen Begleitzeichen ist es ein wichtiger Hinweis. Weil die Erkrankung sich schleichend entwickelt, ist genaue Beobachtung wertvoll. Achten Sie darauf, ob der Fellwechsel ausbleibt, ob das Fell auffällig lang wird und welche weiteren Veränderungen Ihr Pferd zeigt.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf weitere Hinweise neben dem Fell:
- lockiges, nicht ausfallendes Fell
- vermehrtes Schwitzen
- Muskelabbau
- wiederkehrende Hufrehe
Langes Fell beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei auffallend langem Fell mit weiteren Krankheitszeichen sollten Sie eine tierärztliche Abklärung veranlassen, denn ein ausbleibender Fellwechsel ist ein typischer Hinweis auf die Hormonstörung Cushing. Das gilt besonders, wenn zusätzlich vermehrtes Trinken, Muskelabbau, häufige Infekte oder eine Neigung zu Hufrehe auftreten. Der Tierarzt kann mit einer Blutuntersuchung feststellen, ob eine solche Störung vorliegt, sodass sich der Verlauf gezielt begleiten lässt. Ein akuter Notfall entsteht durch das lange Fell selbst nicht, doch die möglichen Folgeerkrankungen sollten früh erkannt werden. Achten Sie deshalb besonders auf Anzeichen einer Hufrehe wie warme Hufe, klammen Gang oder Trachtenfußung – treten diese auf, ist rasches Handeln nötig. Beobachten Sie Ihr Pferd im Verlauf des Jahres genau und lassen Sie Auffälligkeiten frühzeitig untersuchen.