Was bedeutet das?
Eine Lähmung bedeutet, dass ein Vogel ein Bein, einen Flügel oder mehrere Gliedmaßen nicht mehr willkürlich bewegen kann. Ursache ist eine Störung der Nerven oder ihrer Versorgung, die die Muskeln nicht mehr ansteuert. Bei Weibchen ist eine häufige Ursache die Legenot: Ein feststeckendes Ei kann auf die Beinnerven drücken und zu einer Beinlähmung führen. Weitere mögliche Ursachen sind Tumoren im Bauchraum, ein Schlaganfall, Verletzungen der Wirbelsäule, Bandscheibenprobleme oder Vergiftungen. Eine Lähmung kann teilweise oder vollständig sein und plötzlich oder allmählich auftreten. In jedem Fall ist sie ein ernstes Zeichen, denn ein gelähmter Vogel kann sich nicht mehr normal fortbewegen, festhalten oder vor Gefahren schützen und ist auf rasche Hilfe angewiesen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Ausmaß und Begleitumstände:
- fehlende Bewegung eines Beins oder Flügels
- Nachziehen oder Hängenlassen der Gliedmaße
- bei Weibchen Zusammenhang mit Eiablage
- begleitende Schwäche oder Atemnot
- Sturz oder Verletzung in der Vorgeschichte
Lähmung bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine plötzliche Lähmung ist ein Notfall und sollte sofort tierärztlich abgeklärt werden, da rasches Handeln die Aussichten auf Besserung verbessern kann. Besonders dringlich ist die Vorstellung bei legenden Weibchen, denn hier steckt oft eine Legenot dahinter, die schnell lebensbedrohlich wird. Ein sofortiger Notfall besteht bei plötzlicher Lähmung eines oder beider Beine, bei zusätzlichen Zeichen wie Atemnot, Pressen oder einer sichtbaren Bauchschwellung. Sichern Sie den Vogel bis zur Vorstellung in einer kleinen, gepolsterten und warmen Transportbox, in der er nicht stürzen kann und Futter sowie Wasser gut erreichbar sind. Auch eine sich langsam entwickelnde oder teilweise Lähmung sollte zügig untersucht werden, da ihr ernste Ursachen wie Tumoren oder Nervenschäden zugrunde liegen können.