Was bedeutet das?
Eine Lähmung bedeutet, dass das Tier einen Körperteil nicht mehr willentlich bewegen kann. Die Ursache liegt entweder in den Nerven, die das Signal nicht mehr weiterleiten, oder im Bewegungsapparat selbst. Bei Reptilien können eine Nervenschädigung, ein Kalziummangel, ein Knochenbruch, eine Wirbelsäulenverletzung oder bei Weibchen ein Druck durch festsitzende Eier auf die Nerven der Hinterbeine zu Lähmungen führen. Betroffen sind meist die Hinterbeine, der Schwanz oder eine einzelne Gliedmaße. Eine Lähmung ist immer ein ernstes Symptom, das auf ein akutes Problem hinweist. Weil rasches Handeln über die Heilungschancen entscheidet, sollte eine Lähmung nie abgewartet werden. Achten Sie darauf, welche Körperteile betroffen sind und ob weitere Zeichen wie Schmerzen oder Schwäche hinzukommen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Punkte:
- welche Körperteile betroffen sind
- ob die Lähmung plötzlich oder schleichend kam
- Begleitzeichen wie weiche Knochen oder Schwellungen
- bei Weibchen mögliche Legeprobleme
- mögliche Verletzungen
Lähmung bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Lähmung ist ein sofortiger Notfall, der umgehend tierärztlich untersucht werden muss, um die Ursache zu finden und zu behandeln, bevor der Schaden dauerhaft wird. Warten Sie nicht ab, ob sich die Beweglichkeit von selbst zurückbildet, sondern kontaktieren Sie rasch einen reptilienkundigen Tierarzt. Halten Sie das Tier bis dahin ruhig und stützen Sie es auf einer flachen, sicheren Unterlage, damit es sich nicht weiter verletzt. Besonders dringend ist eine plötzlich aufgetretene Lähmung einer oder mehrerer Gliedmaßen. Kommen zur Lähmung noch Krämpfe oder Atemnot hinzu, zählt jede Stunde und Sie sollten sofort eine Klinik oder einen Notdienst aufsuchen. Beschreiben Sie dem Tierarzt genau, wann die Lähmung begann und welche Körperteile betroffen sind.