Was bedeutet das?
Ein Krampf bedeutet, dass sich die Muskulatur Ihres Nagetiers unkontrolliert anspannt oder zuckt, weil die Nervenzellen sich ungeordnet entladen. Ein solcher Anfall kann einzelne Muskeln oder den ganzen Körper betreffen und geht manchmal mit Umfallen, Speicheln oder Bewusstseinstrübung einher. Die Ursachen sind vielfältig: Sie reichen von Epilepsie über Vergiftungen und Unterzuckerung bis zu Mangelzuständen oder schweren inneren Erkrankungen. Für Sie sieht ein Krampf oft dramatisch aus, und für das Tier ist er belastend. Achten Sie darauf, wie lange der Anfall dauert, wie er abläuft und ob er sich wiederholt. Diese Beobachtungen sind wichtig, um die Ursache einzugrenzen. Bringen Sie das Tier während des Krampfs nicht in Gefahr und polstern Sie die Umgebung ab.
Worauf Sie achten sollten
Bleiben Sie ruhig und beobachten Sie:
- Dauer und Häufigkeit der Anfälle
- Steife oder rudernde Bewegungen
- Speicheln oder Harnabsatz dabei
- Zustand nach dem Anfall
Krampf bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Krampfanfall bei einem Nagetier sollte immer rasch tierärztlich abgeklärt werden, auch wenn es sich um einen einzelnen, kurzen Anfall handelt, der nach wenigen Sekunden von selbst endet. Dauert der Krampf länger als wenige Minuten an oder folgen mehrere Anfälle kurz hintereinander, ohne dass sich das Tier dazwischen erholt, ist dies ein sofortiger Notfall. Kontaktieren Sie in diesem Fall umgehend eine für Nagetiere geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor. Hilfreich für die Untersuchung sind Angaben zu Uhrzeit, Dauer und Anzahl der beobachteten Anfälle. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man Sie dort erwartet; erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und lassen Sie sich durch den Anruf nicht aufhalten.