Was ist das?
Bei einem Krampfanfall entladen sich die Nervenzellen im Gehirn plötzlich unkontrolliert und gleichzeitig. Das führt zu Muskelzuckungen, Verkrampfungen oder einem Umfallen mit ruckartigen Bewegungen. Während eines Anfalls ist das Tier meist nicht ansprechbar. Krampfanfälle können einzeln auftreten oder sich wiederholen. Manche Tierarten und -linien neigen erblich dazu, oft stecken aber auch andere Erkrankungen oder Auslöser dahinter.
Typische Anzeichen
Ein Krampfanfall ist meist eindrucksvoll:
- Plötzliche Muskelzuckungen oder Verkrampfungen
- Umfallen und ruckartige Ruderbewegungen
- Speicheln, unkontrollierter Harn- oder Kotabsatz
- Keine Reaktion auf Ansprache während des Anfalls
- Benommenheit und Erschöpfung danach
Mögliche Ursachen
Krampfanfälle haben vielfältige Ursachen:
- Erbliche Veranlagung bei manchen Linien
- Stoffwechselstörungen wie Unterzuckerung oder Kalziummangel
- Vergiftungen
- Erkrankungen oder Tumoren des Gehirns
- Starker Befall mit Parasiten
Was Sie tun können
Sorgen Sie während eines Anfalls für eine ruhige, abgedunkelte Umgebung und schützen Sie das Tier vor Verletzungen, ohne es festzuhalten. Notieren Sie Dauer und Ablauf des Anfalls.
Wann zum Tierarzt
Ein erster Krampfanfall, wiederholte Anfälle oder ein sehr langer Anfall sollten tierärztlich abgeklärt werden, um die Ursache zu finden.