Was bedeutet das?
Die Farbe des Kots gibt wichtige Hinweise auf die Gesundheit eines Vogels. Ein normaler Kothaufen besteht aus einem dunklen, geformten Kotanteil, dem weißen Harnsäureanteil und einem klaren Harnanteil. Auffällige Verfärbungen können auf ein Problem hinweisen: kräftiges Grün oder Gelb kann bei einer Lebererkrankung auftreten, Schwarz oder Rot auf Blutungen im Verdauungstrakt hindeuten, und ein ungewöhnliches Grün ist auch bei einer Schwermetallvergiftung möglich. Zu bedenken ist allerdings, dass stark gefärbtes Futter wie Rote Bete, Beeren oder farbige Pellets den Kot vorübergehend harmlos verfärben kann. Deshalb sollte man die Fütterung als Ursache ausschließen und beobachten, ob die Verfärbung anhält, bevor man sie als Krankheitszeichen wertet.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Farbe und Zusammenhang:
- ungewöhnlich grüner, gelber, schwarzer oder roter Kot
- Verfärbung des weißen Harnanteils
- Zusammenhang mit dem Futter ausschließen
- begleitende Mattigkeit oder Futterverweigerung
- Dauer der Verfärbung
Verfärbter Kotabsatz bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine anhaltende, nicht durch das Futter erklärbare Kotverfärbung sollte tierärztlich abgeklärt werden, um Leber-, Verdauungs- oder Vergiftungsprobleme rechtzeitig zu erkennen. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn die Verfärbung über mehr als ein bis zwei Kotabsätze bestehen bleibt, obwohl das Futter als Ursache ausscheidet. Es hilft dem Tierarzt, wenn Sie ein frisches Kotbild fotografieren oder eine Probe mitbringen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der Kot deutlich blutig, schwarz oder teerartig ist oder wenn die Verfärbung mit starker Schwäche, Aufplustern, Futterverweigerung oder Erbrechen einhergeht. Solche Zeichen können auf eine Blutung oder eine Vergiftung hindeuten. Dann sollten Sie den Vogel ohne Verzögerung, notfalls im Notdienst, einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen und einen möglichen Kontakt mit Giftquellen erwähnen.