Was bedeutet das?
Kopfschütteln bedeutet, dass das Pferd wiederholt und oft unkontrolliert mit dem Kopf schüttelt, nickt oder schlägt. Fachlich wird es als Headshaking bezeichnet. Die Bewegungen können ruckartig nach oben, zur Seite oder als heftiges Schlagen auftreten und das Pferd sichtlich stören. Ausgelöst wird das Kopfschütteln durch Reizungen im Kopfbereich, etwa an Nase, Augen, Ohren, Zähnen oder an bestimmten Gesichtsnerven. Auch Insekten, grelles Licht oder Zugluft können es verstärken. Die Bandbreite reicht von gelegentlichem, situationsbedingtem Schütteln bis zu einer belastenden, wiederkehrenden Störung. Beobachten Sie, in welchen Situationen das Kopfschütteln auftritt, ob es an Sonne, Bewegung oder Jahreszeit gebunden ist, wie heftig es ist und ob das Pferd zusätzlich Nasenausfluss, Augenreizungen oder Unruhe zeigt. Diese Angaben helfen dem Tierarzt bei der Ursachensuche.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Muster und Auslöser:
- Kopfschlagen bei Sonne oder Wind
- Reiben der Nase
- Verstärkung beim Reiten
- begleitende Augen- oder Nasenreizung
Kopfschütteln beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Kopfschütteln ist zunächst ein Anzeichen zum Beobachten. Achten Sie darüber einige Zeit darauf, wann und wie stark es auftritt, ob es an bestimmte Situationen wie Sonnenlicht oder Bewegung gebunden ist und ob es zunimmt. Lassen Sie die Ursache tierärztlich abklären, wenn das Kopfschütteln häufig oder heftig ist, das Pferd sichtlich stört oder sich verstärkt, damit mögliche Auslöser an Zähnen, Augen, Nase oder Nerven gefunden werden können. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn das Pferd so heftig mit dem Kopf schlägt, dass es in Panik gerät und sich oder Menschen durch Sturzgefahr verletzen könnte. Bringen Sie das Pferd dann an einen ruhigen, reizarmen Ort, vermeiden Sie grelles Licht und Aufregung und verständigen Sie zeitnah den Tierarzt. Achten Sie dabei auf Ihre eigene Sicherheit.