Was bedeutet das?
Eine Kopfschiefhaltung bedeutet, dass das Kaninchen den Kopf dauerhaft zu einer Seite neigt. Das ist meist Zeichen einer Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr oder im Gehirn. Bedeutsam ist es, weil zwei häufige Ursachen, die Infektion mit E. cuniculi und die Mittelohrentzündung, dahinterstecken und das Tier die Orientierung verliert. Betroffene Kaninchen bewegen sich oft unsicher, fressen schlechter und können sich beim Taumeln verletzen. Manchmal beginnt die Schiefhaltung nur leicht und nimmt über Stunden bis Tage zu, manchmal tritt sie plötzlich und stark auf. Weil der Verlauf und die Aussichten stark davon abhängen, wie früh behandelt wird, ist es wichtig, die Kopfhaltung und das Gleichgewicht genau zu beobachten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Ausprägung und Begleitzeichen:
- Wie stark ist die Schiefhaltung
- Taumelt das Tier oder rollt es sich
- Zittern die Augen
- Frisst und trinkt es noch
- Ist die Schiefhaltung plötzlich aufgetreten
Kopfschiefhaltung beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine plötzliche Kopfschiefhaltung sollte rasch tierärztlich abgeklärt werden, damit die Ursache gefunden und früh behandelt werden kann. Da die Heilungsaussichten deutlich besser sind, wenn zeitig begonnen wird, sollten Sie schon bei beginnender Schiefhaltung nicht abwarten, sondern möglichst am selben Tag einen Termin vereinbaren. Beobachten Sie, ob Ihr Kaninchen noch sicher steht, frisst und Kot absetzt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Schiefhaltung plötzlich stark ausgeprägt ist und das Tier sich rollt oder wenn es nicht mehr stehen oder fressen kann. Dann sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen. Polstern Sie den Transportbehälter gut ab, damit sich das taumelnde Kaninchen unterwegs nicht verletzt.