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Encephalitozoon cuniculi beim Kaninchen

auch: E. cuniculi · EC · Enzephalitozoonose

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Encephalitozoon cuniculi, meist E. cuniculi abgekürzt, ist ein winziger einzelliger Parasit, der viele Kaninchen in sich tragen, ohne zu erkranken. Problematisch wird er, wenn er sich bei Stress oder geschwächter Abwehr vermehrt und Gehirn, Nieren oder die Augenlinse befällt. Dort verursacht er Entzündungen, die zu Lähmungen, Kopfschiefhaltung oder Linsentrübungen führen können.

Typische Anzeichen

Ein Ausbruch von E. cuniculi kann sehr unterschiedliche Anzeichen hervorrufen:

  • Eine plötzliche Schiefhaltung des Kopfes
  • Gleichgewichtsstörungen bis hin zum Rollen um die eigene Achse
  • Zittern der Augen, fachsprachlich Nystagmus genannt
  • Lähmungen oder Schwäche der Hinterbeine
  • Eine weißliche Trübung in der Augenlinse

Mögliche Ursachen

Der Erreger wird über den Urin ausgeschieden und meist früh im Leben aufgenommen:

  • Aufnahme von Sporen über verunreinigtes Futter oder Wasser
  • Übertragung vom Muttertier auf die Jungen
  • Aktivierung bei Stress, Krankheit oder geschwächter Abwehr

Was Sie tun können

Halten Sie ein betroffenes Kaninchen in einer gepolsterten, ruhigen Umgebung, damit es sich bei Gleichgewichtsstörungen nicht verletzt. Stellen Sie Futter und Wasser gut erreichbar bereit und vermeiden Sie Stress.

Wann zum Tierarzt

Plötzliche Kopfschiefhaltung, Lähmungen oder Gleichgewichtsstörungen sind ein dringender Fall, bei dem rasch tierärztliche Hilfe nötig ist, da eine frühe Behandlung die Prognose verbessert.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.