Was bedeutet das?
Ein Hautgeschwür ist eine offene Wunde, bei der die schützende Hautoberfläche zerstört ist und das darunterliegende Gewebe frei zutage tritt. Als sichtbares Anzeichen sagt es zunächst nur, dass die Haut an dieser Stelle nicht mehr intakt ist. Dahinter kann eine anhaltende Entzündung, eine Infektion, eine dauerhafte Druck- oder Reibestelle oder eine tiefergehende Gewebeveränderung stecken. Manche Geschwüre bleiben oberflächlich, andere greifen in tiefere Schichten. Da sie häufig schmerzhaft sind und sich leicht zusätzlich entzünden, sollten sie ernst genommen werden. Wichtig ist, den Verlauf genau zu beobachten: Größe, Aussehen, Nässen und ob die Stelle heilt oder sich verschlechtert. Diese Beobachtung hilft der Tierarztpraxis später, die Ursache besser einzuordnen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die offene Stelle und ihr Umfeld.
- Wie groß und tief die Stelle ist und ob sie nässt oder blutet
- Ob die Wundränder gerötet, verdickt oder unregelmäßig sind
- Ob ein unangenehmer Geruch oder Eiter auftritt
- Ob Ihr Hund die Stelle leckt oder Schmerzen zeigt
- Begleitzeichen wie Fieber, Mattigkeit oder Fressunlust
Hautgeschwür beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Hautgeschwür sollte grundsätzlich tierärztlich untersucht werden, vor allem wenn es nicht innerhalb weniger Tage abheilt, sich vergrößert oder immer wieder aufbricht. Da hinter einem Geschwür meist ein tiefergehender Prozess steckt, ist eine baldige Abklärung sinnvoll, um die Ursache einzugrenzen und ein weiteres Ausbreiten zu vermeiden. Beobachten Sie die Stelle auf zunehmendes Nässen, Eiter, unangenehmen Geruch oder eine gerötete, geschwollene Umgebung. Kommen Fieber, Fressunlust oder Abgeschlagenheit hinzu, sollten Sie zeitnah eine Praxis aufsuchen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn es sich um ein großes, tiefes oder stark nässendes Geschwür handelt oder das Geschwür mit Fieber und deutlicher Abgeschlagenheit einhergeht. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.