Was bedeutet das?
Bei vielen Vögeln ist ein gewisser Grünanteil im Kot völlig normal, besonders nach der Aufnahme von grünem Futter wie Salat, Kräutern oder Gemüse. Auffällig wird es erst, wenn der Kot dauerhaft kräftig oder dunkelgrün ist und sich zusätzlich der weiße Harnsäureanteil gelblich oder grünlich verfärbt. Das kann darauf hindeuten, dass die Leber Gallenfarbstoffe nicht mehr richtig verarbeitet und diese in den Kreislauf gelangen. Ebenso kann intensiv grüner Kot entstehen, wenn ein Vogel längere Zeit nicht gefressen hat und der Darm überwiegend Gallenflüssigkeit ausscheidet. In beiden Fällen steckt eine ernste Ursache dahinter. Ein dauerhaft grüner Kot ist daher ein wichtiges Warnzeichen, das man beobachten und einordnen sollte.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Farbe und Zusammenhang mit dem Fressen:
- anhaltend kräftig grüner Kot ohne grünes Futter
- gelblich oder grünlich verfärbter Harnanteil
- Zusammenhang mit Futterverweigerung
- begleitende Mattigkeit oder Aufplustern
- Gewichtsverlust
Grünlicher Kot bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltend auffällig grüner Kot sollte von einem vogelkundigen Tierarzt untersucht werden, besonders wenn er sich nicht durch grünes Futter erklären lässt und über mehrere Tage bestehen bleibt. Achten Sie darauf, ob sich zugleich der weiße Harnanteil gelblich oder grünlich verfärbt oder der Vogel weniger frisst - beides deutet auf eine mögliche Lebererkrankung oder auf längere Nahrungsverweigerung hin und macht eine baldige Vorstellung ratsam. Besonders dringlich ist ein Termin, wenn der Vogel zusätzlich matt, aufgeplustert oder appetitlos wirkt oder abmagert. Bringen Sie nach Möglichkeit eine frische Kotprobe sowie eine Beschreibung des gewohnten Futters mit, da dies die Ursachensuche erleichtert. Verschlechtert sich der Allgemeinzustand rasch oder frisst der Vogel gar nicht mehr, sollten Sie nicht abwarten, sondern ihn umgehend am selben Tag vorstellen.