Was bedeutet das?
Geschwollene Augen entstehen, wenn das Gewebe um das Auge oder die Lider anschwillt und verdickt erscheint. Eine sehr häufige Ursache bei Reptilien, besonders bei Wasserschildkröten, ist ein Vitamin-A-Mangel, der die Schleimhäute und Tränendrüsen verändert. Auch eine Bindehautentzündung, ein Abszess hinter dem Auge oder bei Schlangen eine Eiteransammlung unter der schützenden Brille können die Augen anschwellen lassen. Je nach Ursache ist ein oder beide Augen betroffen. Geschwollene Augen sind für das Tier unangenehm und schränken das Sehen ein, was sich auf Fressen und Orientierung auswirken kann. Achten Sie darauf, ob zusätzlich Ausfluss, Rötung oder Verklebungen auftreten, ob das Tier die Augen zukneift und wie sich die Fütterung gestaltet.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- ob ein oder beide Augen betroffen sind
- ob Ausfluss oder Verklebung besteht
- die Fütterung bei Wasserschildkröten
- ob das Auge vorgewölbt wirkt
- Begleitzeichen wie Häutungsprobleme
Geschwollene Augen bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Geschwollene Augen sollten tierärztlich untersucht werden, um Ursachen wie einen Vitaminmangel, eine Entzündung oder einen Abszess zu erkennen und gezielt zu behandeln, bevor das Auge dauerhaft Schaden nimmt. Da die Ursachen sehr unterschiedlich sind, ist eine fachkundige Beurteilung wichtig. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Augen stark geschwollen und ganz zugeschwollen sind oder wenn die Schwellung mit eitrigem Ausfluss und Schwäche einhergeht. Dann sollten Sie zeitnah einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Prüfen Sie in der Zwischenzeit die Fütterung und die Wasserqualität, halten Sie die Umgebung sauber und verzichten Sie darauf, selbst Tropfen oder Salben anzuwenden, um das gereizte Auge nicht zusätzlich zu belasten.