Was bedeutet das?
Gelbe Schleimhäute, medizinisch als Gelbsucht bezeichnet, zeigen sich an einer gelblichen Verfärbung von Zahnfleisch, Augenweiß und häufig auch der hellen Hautstellen. Sie entstehen, wenn sich ein gelber Gallenfarbstoff im Körper anstaut, der normalerweise über die Leber und die Gallenwege ausgeschieden wird. Ursachen können Erkrankungen der Leber, ein gestörter Abfluss der Galle oder ein verstärkter Zerfall roter Blutkörperchen sein. Oft treten zusätzlich Anzeichen wie Mattigkeit, Fressunlust, Erbrechen oder ein auffällig dunkler Urin auf. Eine solche Gelbfärbung ist immer ein ernstzunehmendes Zeichen für eine Störung wichtiger Stoffwechselvorgänge und verschwindet nicht von selbst. Die zugrunde liegende Ursache sollte deshalb zügig abgeklärt werden, um rechtzeitig gegensteuern zu können.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf das Ausmaß der Gelbfärbung und weitere Symptome.
- Gelbfärbung von Augenweiß, Zahnfleisch oder Haut
- Farbe von Urin und Kot
- Begleitsymptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Mattigkeit
- Trinkverhalten
- plötzlicher oder schleichender Beginn
Gelbe Schleimhäute beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Stellen Sie Ihren Hund zeitnah tierärztlich vor, wenn Schleimhäute, Augenweiß oder Haut gelblich verfärbt sind – diese Veränderung sollte nicht abgewartet werden, da sie immer auf eine ernstere Ursache hinweist. Besonders dringlich ist eine Vorstellung, wenn zusätzlich Erbrechen, ausgeprägte Mattigkeit, Fressunlust, dunkler Urin oder Bauchschmerzen bestehen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation bei einer deutlichen Gelbfärbung zusammen mit starker Apathie, bei Gelbsucht mit wiederholtem Erbrechen oder wenn Ihr Hund gleichzeitig schwach und teilnahmslos wirkt und dunklen Urin absetzt. Dann sollten Sie nicht länger warten. Beobachten Sie bis zur Vorstellung, wie sich Appetit, Verhalten und Urinfarbe entwickeln, und halten Sie Ihren Hund ruhig, da diese Angaben bei der Einordnung der Ursache helfen.