Was bedeutet das?
Fieber bedeutet, dass die Körpertemperatur über den Normalbereich ansteigt, meist als Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion oder Entzündung. Bei Kaninchen ist Fieber von außen schwer zu erkennen, da das dichte Fell die Wärme isoliert und das Tier seine Schwäche instinktiv verbirgt. Bedeutsam ist es, weil es ein Hinweis auf eine ernste, oft bakterielle Erkrankung sein kann. Manche Halter bemerken lediglich, dass ihr Kaninchen matt wirkt, sich zurückzieht, weniger frisst oder warme Ohren hat. Zuverlässig lässt sich Fieber nur durch Messen der Körpertemperatur feststellen. Deshalb ist es wichtig, auf unspezifische Zeichen wie Mattigkeit und Fressunlust zu achten und den Allgemeinzustand des Tieres aufmerksam zu beobachten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf indirekte Hinweise und Begleitzeichen:
- Sind die Ohren auffällig warm
- Wirkt das Tier matt und teilnahmslos
- Frisst und trinkt es noch
- Gibt es weitere Zeichen wie Nasenausfluss oder eine Schwellung
- Atmet es schneller als sonst
Fieber beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Der Verdacht auf Fieber zusammen mit Mattigkeit sollte tierärztlich abgeklärt werden, da meist eine behandlungsbedürftige Infektion zugrunde liegt. Weil Kaninchen als Beutetiere ihre Erkrankung lange verbergen, ist ein deutlich verändertes Allgemeinbefinden bereits ein Grund, nicht abzuwarten, sondern zeitnah einen Termin zu vereinbaren. Achten Sie darauf, ob Ihr Kaninchen weiter frisst, Kot absetzt und sich normal bewegt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn sehr warme Ohren zusammen mit Apathie auftreten oder ein hohes Fieber von Atemnot begleitet wird. Dann sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis oder den Notdienst aufsuchen. Da Fressunlust bei Kaninchen rasch die Verdauung stilllegt, ist auch anhaltende Nahrungsverweigerung ein Grund zur baldigen Vorstellung.