Was bedeutet das?
Beim Federpicken am Partner zupft oder beißt ein Vogel einem Artgenossen Federn aus, häufig am Kopf und Nacken, also an Stellen, die das betroffene Tier selbst nicht erreichen kann. Anders als beim Selbstrupfen ist hier ein zweiter Vogel betroffen. Ursachen sind oft Stress, Enge im Käfig, Langeweile, hormonelle Spannungen in der Brutzeit oder Rangkämpfe innerhalb der Gruppe. In Brutpaaren kann es auch zum Berupfen der eigenen Jungtiere kommen. Solange nur Federn betroffen sind, wirkt das Verhalten oft harmloser, als es ist, denn es bedeutet Dauerstress für das berupfte Tier. Wird die Haut verletzt, drohen Blutungen und Entzündungen. Deshalb sollte man das Verhalten und den Zustand des berupften Vogels genau im Auge behalten.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Zusammenleben der Vögel:
- kahle Stellen am Kopf oder Nacken eines Partners
- aktives Bepicken durch den anderen Vogel
- Verletzungen oder Blutspuren
- Stress oder Enge im Käfig
- Berupfen von Jungtieren im Nest
Federpicken am Partner bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Federpicken am Partner sollte aufmerksam beobachtet und die Haltungsbedingungen wie Platz, Beschäftigung und Gruppenzusammensetzung überprüft werden, da das berupfte Tier unter Dauerstress leidet. Sinnvoll ist ein tierärztlicher Rat, wenn das Bepicken zunimmt, großflächige kahle Stellen entstehen oder ein Tier deutlich geschwächt wirkt. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn durch das Bepicken blutende Wunden entstehen. Dann sollten Sie die Tiere umgehend trennen, um weitere Verletzungen zu verhindern, und einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen, da schon kleine Wunden bei Vögeln stark bluten und sich rasch entzünden können. Trennen Sie die Vögel auch dann vorübergehend, wenn ein Tier den anderen nicht mehr in Ruhe lässt. Bis zur Versorgung sollten Sie das verletzte Tier ruhig und warm halten.