Was bedeutet das?
Eingefallene, eingesunkene Augen sind ein typisches Zeichen für einen Flüssigkeitsmangel im Körper. Wenn dem Körper Wasser fehlt, schrumpft auch das Polster aus Gewebe hinter den Augen, sodass diese tiefer in die Augenhöhlen sinken und stumpf wirken. Bei Reptilien deutet das auf eine Dehydrierung hin, etwa durch eine zu trockene Haltung mit falscher Luftfeuchtigkeit, fehlende Trinkmöglichkeit oder einen Flüssigkeitsverlust bei Durchfall. Auch eine starke Abmagerung durch längeres Nichtfressen lässt die Augen einsinken. Das Zeichen reicht damit von einem noch ausgleichbaren Flüssigkeitsmangel bis zu einer ernsten Austrocknung, die die Organe belastet. Weil eingefallene Augen erst bei deutlichem Wassermangel sichtbar werden, sind sie ein wichtiges Warnsignal, das Sie zusammen mit dem Allgemeinbefinden beobachten sollten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf folgende Hinweise:
- wie tief die Augen eingesunken sind
- die Hautspannung als weiteres Austrocknungszeichen
- die Luftfeuchtigkeit und Trinkmöglichkeit
- ob Durchfall besteht
- Gewicht und Allgemeinbefinden
Eingefallene Augen bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eingefallene Augen weisen auf eine bereits deutliche Austrocknung hin und sollten tierärztlich behandelt werden, oft mit einer gezielten Flüssigkeitsgabe. Prüfen Sie parallel die Haltung, also Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Trinkmöglichkeiten, da hier häufig die Ursache liegt. Warten Sie mit der Vorstellung nicht zu lange, denn eine anhaltende Dehydrierung schädigt vor allem die Nieren. Zu einem sofortigen Notfall wird der Zustand, wenn die eingefallenen Augen mit ausgeprägter Schwäche und Apathie einhergehen oder gemeinsam mit anhaltendem Durchfall auftreten, weil dann der Flüssigkeitsverlust rasch fortschreitet. In diesen Fällen sollten Sie umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Bieten Sie dem Tier zwischenzeitlich in einer artgerecht temperierten Umgebung Wasser an, ersetzen Sie damit aber nicht die tierärztliche Behandlung.