Was bedeutet das?
Blutiger oder rötlich verfärbter Speichel weist darauf hin, dass es im Maul Ihres Tieres blutet. Bei Nagetieren stecken dahinter besonders oft Zahnprobleme, etwa abgebrochene, eingewachsene oder überlange Zähne, die die Schleimhaut verletzen. Auch Entzündungen des Zahnfleisches, Wunden durch scharfe Futterteile oder Fremdkörper im Maul kommen als Ursache infrage. Weil die Zähne lebenslang nachwachsen, führen Fehlstellungen leicht zu scharfen Kanten, die Zunge und Backen aufscheuern. Begleitend fällt oft vermehrtes Speicheln, nasses Kinnfell, vorsichtiges Fressen oder Gewichtsverlust auf. Selten liegt eine Blutung aus tieferen Bereichen vor. Da anhaltende Blutungen und Schmerzen die Futteraufnahme stören, ist es wichtig, das Fressverhalten, den Speichelfluss und den Zustand des Mauls, soweit erkennbar, aufmerksam zu beobachten.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Maul und Speichel:
- Rötliche Verfärbung des Speichels
- Blutspuren am Futter oder Käfig
- Vorsichtiges oder einseitiges Kauen
- Verminderte Futteraufnahme
Blutiger Speichel bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Blutiger Speichel sollte zeitnah tierärztlich untersucht werden, da die Ursache meist im Bereich der Zähne liegt und ohne Behandlung Schmerzen und eine schlechtere Futteraufnahme nach sich zieht. Warten Sie nicht ab, ob sich das Problem von selbst legt, denn Zahnfehlstellungen verschlimmern sich mit der Zeit. Achten Sie darauf, ob Ihr Tier langsamer frisst, Futter fallen lässt, abnimmt oder vermehrt speichelt, und ob das Kinnfell verklebt ist. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn eine starke Blutung aus dem Maul auftritt, die nicht nachlässt, denn dann drohen Kreislaufbelastung und Erstickungsgefahr. Bieten Sie bis zum Termin weiches, gewohntes Futter und Wasser an, hantieren Sie nicht selbst im Maul und bringen Sie das Tier zügig in eine Praxis oder Klinik zur Untersuchung.