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Überlange Schneidezähne bei Nagetieren

auch: Überzähne · zu lange Nagezähne

Nagetiere★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Überlange Schneidezähne entstehen, wenn die vorderen Nagezähne nicht mehr ausreichend abgenutzt werden. Die Schneidezähne von Nagetieren wachsen ein Leben lang nach und reiben sich normalerweise beim Nagen gegenseitig ab. Fehlt dieser Abrieb, werden sie immer länger, können sich verbiegen und sogar bis ins gegenüberliegende Zahnfleisch oder in den Gaumen wachsen. Das macht das Aufnehmen von Futter unmöglich und ist sehr schmerzhaft.

Typische Anzeichen

Überlange Schneidezähne sind beim genauen Hinsehen oft direkt erkennbar:

  • Die vorderen Zähne sind ungewöhnlich lang oder stehen schräg ab
  • Das Tier kann Futter nicht mehr richtig greifen
  • Speichelfluss und nasses Kinn
  • Deutlicher Gewichtsverlust

Mögliche Ursachen

Der gestörte Abrieb hat meist eine zugrunde liegende Ursache:

  • Eine Fehlstellung, bei der die Zähne aneinander vorbeiwachsen
  • Ein abgebrochener Gegenzahn, sodass der Abrieb fehlt
  • Zu weiches Futter und mangelndes Nagematerial
  • Frühere Kieferverletzungen

Was Sie tun können

Geben Sie nagefähiges Material und faserreiches Futter, um den natürlichen Abrieb zu fördern. Kontrollieren Sie die Schneidezähne regelmäßig. Kürzen Sie die Zähne niemals selbst mit Schere oder Zange, da dies die Zähne splittern lässt.

Wann zum Tierarzt

Können die Zähne nicht mehr richtig schließen oder behindern sie das Fressen, ist eine tierärztliche Korrektur zeitnah nötig, die in der Regel regelmäßig wiederholt werden muss.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.