Was bedeutet das?
Blaue Schleimhäute, medizinisch Zyanose, entstehen, wenn das Blut zu wenig Sauerstoff enthält. Schnabel, Wachshaut oder unbefiederte Hautstellen wirken dann bläulich oder violett statt gesund rosig. Das ist ein Zeichen für einen akuten und schweren Sauerstoffmangel im Körper. Ursache sind meist ernste Erkrankungen der Atemwege oder Lunge, ein Herzversagen, Kreislaufprobleme oder ein Schock. Auch eine Vergiftung, etwa durch giftige Dämpfe wie von überhitzten Teflonpfannen, oder ein Fremdkörper in den Atemwegen kann dahinterstecken. Betroffene Vögel atmen oft angestrengt, mit geöffnetem Schnabel und wippendem Schwanz, und wirken deutlich geschwächt. Blaue Schleimhäute sind immer lebensbedrohlich und zeigen an, dass der Körper akut zu wenig Sauerstoff bekommt, weshalb sofortiges Handeln nötig ist.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Farbe und Atmung:
- bläulich verfärbter Schnabel, Wachshaut oder Haut
- gleichzeitige Atemnot
- Schwanzwippen und Schnabelatmung
- Schwäche oder Zusammenbruch
- Teilnahmslosigkeit
Blaue Schleimhäute bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Blaue Schleimhäute sind ein lebensbedrohlicher Notfall, denn sie zeigen einen akuten Sauerstoffmangel an, der innerhalb kürzester Zeit tödlich enden kann. Kontaktieren Sie umgehend eine vogelkundige Tierarztpraxis, einen entsprechenden Notdienst oder eine Tierklinik und stellen Sie den Vogel ohne jede Verzögerung dort vor. Sofortiger Handlungsbedarf besteht, sobald Schnabel oder Haut bläulich verfärbt sind, insbesondere in Verbindung mit angestrengter Atmung. Der Transport sollte so stressfrei wie möglich erfolgen, da jede zusätzliche Aufregung die Atemnot verschlimmert. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und halten Sie die Fahrt nicht wegen des Anrufs auf.