Was bedeutet das?
Die Schleimhäute, die man beim Hund gut am Zahnfleisch, aber auch an der Innenseite der Lefzen und an der Bindehaut beurteilen kann, sind im gesunden Zustand rosa. Werden sie auffällig blass, weißlich oder gräulich, kann dies auf eine verminderte Durchblutung, einen Blut- oder Flüssigkeitsverlust, einen Schock oder eine Blutarmut hinweisen. Blasse Schleimhäute sind ein wichtiges Alarmzeichen, weil sie oft mit einer ernsten Beeinträchtigung des Kreislaufs oder des Sauerstofftransports einhergehen. Ursachen reichen von inneren Blutungen und Herzproblemen bis zu schweren Allgemeinerkrankungen. Gerade in Verbindung mit Schwäche, schneller Atmung oder Teilnahmslosigkeit sollten blasse Schleimhäute keinesfalls ignoriert werden, da sich dahinter ein rasch fortschreitender, lebensbedrohlicher Zustand verbergen kann.
Worauf Sie achten sollten
Beurteilen Sie die Schleimhäute und achten Sie auf Begleitzeichen.
- Farbe des Zahnfleischs (rosa, blass, weiß oder grau)
- Schwäche, Taumeln oder Teilnahmslosigkeit
- Atemfrequenz und Atemtiefe
- mögliche Hinweise auf Blutung oder Verletzung
- plötzlicher oder schleichender Beginn
Blasse Schleimhäute beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Blasse Schleimhäute sind ein Notfall, insbesondere wenn sie zusammen mit Schwäche, Taumeln, schneller oder flacher Atmung oder Teilnahmslosigkeit auftreten. Auch sehr blasse oder weißliche Schleimhäute ohne erkennbare Ursache sowie Blässe in Verbindung mit einem Kollaps erfordern sofortiges Handeln, da ein Schock oder eine innere Blutung dahinterstecken kann. Kontaktieren Sie in diesen Fällen umgehend eine für Hunde geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihren Hund ohne Verzögerung dort vor, denn hier zählt jede Minute. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man sich auf einen kreislaufkritischen Patienten einstellen kann – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und warten Sie nicht auf eine Rückmeldung.