Was bedeutet das?
Blasen sind mit Flüssigkeit gefüllte Erhebungen der obersten Hautschicht. Bei Vögeln entstehen sie häufig durch Verbrennungen, etwa wenn der Vogel mit heißen Oberflächen, kochendem Wasser, heißem Fett oder anderen heißen Flüssigkeiten in Kontakt kommt, aber auch durch Entzündungen oder Reizungen der Haut. Die Vogelhaut ist sehr dünn und empfindlich, sodass Blasen leicht aufplatzen und sich in nässende, offene Wunden verwandeln, die sich rasch entzünden können. Weil freilaufende Vögel in der Wohnung an Herd, Kochtopf oder heißen Geräten in Gefahr geraten, steckt hinter einer Blasenbildung oft ein solcher Unfall. Blasen sollten deshalb genau beobachtet und die möglichen Ursachen, gerade Hitzequellen, bedacht werden, um weitere Verletzungen zu vermeiden.
Worauf Sie achten sollten
Untersuchen Sie die betroffenen Stellen:
- mit Flüssigkeit gefüllte Erhebungen der Haut
- nässende oder gerötete Bereiche nach dem Aufplatzen
- Zusammenhang mit Hitze- oder Heißwasserkontakt
- Bepicken der Stelle
- Schwellung oder Krustenbildung
Blasenbildung an der Haut bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Blasen oder nässende Hautstellen sollten tierärztlich beurteilt werden, besonders nach einem möglichen Kontakt mit Hitze, da sich Verbrennungen leicht infizieren und tiefer reichen können, als es zunächst aussieht. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn Sie Blasen entdecken oder ein Verdacht auf eine Verbrennung besteht. Bedecken Sie die Stelle nicht mit Hausmitteln und lassen Sie den Vogel möglichst nicht daran picken. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn großflächige Verbrennungen oder Blasen vorliegen, die Haut offen und stark nässend ist, der Vogel unter Schmerzen leidet, apathisch wird oder in einen Schockzustand gerät. Dann sollten Sie ihn ohne Verzögerung, notfalls im Notdienst, einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen und ihn bis dahin ruhig, warm und stressarm halten.