Was bedeutet das?
Aufgeplustertes Fell bedeutet, dass das Kaninchen seine Haare aufstellt und sich klein, rund und zusammengekauert hinsetzt, oft mit angelegten Ohren und halb geschlossenen Augen. Das ist bedeutsam, weil diese Haltung typisch für ein Tier ist, das sich unwohl fühlt, friert oder Schmerzen hat. Ein gesundes, entspanntes Kaninchen liegt dagegen locker und gestreckt. Das Aufplustern hilft, Wärme zu speichern, und zeigt zugleich, dass sich das Tier in sich zurückzieht. Dahinter können Schmerzen im Bauch, Fieber, eine beginnende Magen-Darm-Stase oder eine allgemeine Schwäche stecken. Weil Kaninchen ihr Leiden sonst gut verbergen, ist eine dauerhaft aufgeplusterte Haltung ein deutliches Warnzeichen. Deshalb ist es wichtig, sie ernst zu nehmen und weitere Anzeichen wie Fressverhalten und Kotabsatz zu prüfen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Haltung und Begleitzeichen:
- Sitzt das Tier zusammengekauert mit aufgestelltem Fell
- Sind die Ohren angelegt
- Frisst und trinkt es noch
- Sind die Ohren auffällig kalt
- Knirscht es mit den Zähnen
Aufgeplustertes Fell beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein dauerhaft aufgeplustertes, zusammengekauertes Kaninchen sollte zeitnah tierärztlich untersucht werden, da diese Haltung auf Schmerzen oder eine ernste Erkrankung hinweist und Kaninchen ihr Leiden lange verbergen. Achten Sie darauf, ob das Tier weiter frisst, Kot absetzt und wie warm sich seine Ohren anfühlen. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn das aufgeplusterte Tier zugleich teilnahmslos wirkt und kalte Ohren hat, was auf einen geschwächten Kreislauf hindeutet, oder wenn es die zusammengekauerte Haltung mit einer Fressunlust verbindet. Beides erfordert rasches Handeln, denn ein Verdauungsstillstand und ein Kreislaufversagen sind bei Kaninchen lebensbedrohlich. Warten Sie in solchen Fällen nicht ab, sondern suchen Sie umgehend tierärztliche Hilfe, um die Ursache schnell behandeln zu lassen.