Was bedeutet das?
Wenn ein Vogel sein Gefieder dauerhaft aufplustert, schafft er sich damit eine wärmende Luftschicht, weil ihm kalt ist oder weil sein Körper geschwächt ist und Wärme verliert. Vögel verbergen Krankheiten instinktiv sehr lange, denn ein sichtbar kranker Vogel wäre in der Natur leichte Beute. Deshalb ist ein anhaltend aufgeplustert und teilnahmslos sitzender Vogel oft bereits deutlich krank, auch wenn er sonst kaum Zeichen zeigt. Kurzes Aufplustern beim Schlafen, beim Ausruhen oder beim Putzen des Gefieders ist dagegen völlig normal und kein Grund zur Sorge. Entscheidend ist der Unterschied: Ein gesunder Vogel plustert sich nur vorübergehend, ein kranker bleibt über Stunden rund und ruhig sitzen. Beobachten Sie daher Dauer, Aktivität und Allgemeinbefinden.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie, ob das Aufplustern nur kurz oder dauerhaft auftritt:
- dauerhaft aufgeplustertes, kugeliges Sitzen über Stunden
- geschlossene oder halb geschlossene Augen
- vermindertes Fressen und Trinken
- ruhiges, teilnahmsloses Verhalten
- Sitzen am Käfigboden statt auf der Stange
Aufgeplustertes Gefieder bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Vogel, der dauerhaft aufgeplustert und teilnahmslos wirkt, sollte zeitnah einem vogelkundigen Tierarzt vorgestellt werden, da das Aufplustern oft das einzige sichtbare Krankheitszeichen ist und Vögel Erkrankungen lange verbergen. Warten Sie nicht mehrere Tage ab, denn bei Vögeln kann sich der Zustand rasch verschlechtern. Sorgen Sie bis zum Termin für gleichmäßige Wärme und eine ruhige Umgebung. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn der Vogel apathisch mit geschlossenen Augen aufgeplustert dasitzt und kaum noch reagiert, oder wenn zusätzlich Atemnot oder eine Futterverweigerung auftreten. Dann sollten Sie ohne Verzögerung tierärztliche Hilfe suchen, da ein solcher Zustand bei Vögeln lebensbedrohlich sein kann und jede Stunde zählt.