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Weiderehe beim Pferd: Anzeichen und was hilft

Pferde★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Die Weiderehe ist eine Form der Hufrehe, die durch fruktanreiches Weidegras ausgelöst wird. Fruktane sind pflanzliche Zuckerverbindungen, die das Gras vor allem im Frühjahr und Herbst sowie bei sonnigen, kühlen Tagen vermehrt anreichert. Nimmt ein Pferd große Mengen davon auf, gerät der Stoffwechsel und die Verdauung im Dickdarm aus dem Gleichgewicht. Dabei werden Stoffe freigesetzt, welche die Durchblutung im Huf stören und die empfindliche Huflederhaut schädigen. In der Folge entsteht die sehr schmerzhafte Hufrehe, meist an beiden Vorderhufen. Besonders gefährdet sind übergewichtige Pferde und Ponys sowie Tiere mit Stoffwechselstörungen. Weil die Weiderehe schwere Schäden am Huf verursachen kann, ist rasches Erkennen entscheidend.

Typische Anzeichen

Die Weiderehe zeigt sich an den Hufen:

  • klammer, vorsichtiger Gang
  • warme Hufe mit deutlichem Pulsieren
  • Zurückverlagern des Gewichts
  • vermehrtes Liegen

Mögliche Ursachen

Das Weidegras ist der Hauptauslöser:

  • hoher Fruktangehalt im Gras
  • plötzlicher, ungebremster Weidegang
  • Frost- und Sonnentage im Frühjahr
  • Veranlagung bei EMS oder Cushing

Was Sie tun können

Weiden Sie gefährdete Pferde langsam an und vermeiden Sie Weidegang bei hohem Fruktangehalt. Begrenzen Sie die Weidezeit und nutzen Sie risikoarme Tageszeiten.

Weiderehe beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?

Warme Hufe, eine vermehrt fühlbare Pulsation an den Fesseln oder ein klammer, trippelnder Gang nach dem Weidegang sind ein Notfall und können auf eine beginnende Weiderehe hinweisen. Ebenso dringlich sind ein Vorstellen der Vorderbeine zur Entlastung der schmerzenden Hufe, häufiges Umtreten oder deutliche Bewegungsunlust. Kontaktieren Sie in diesen Fällen umgehend eine auf Pferde eingerichtete Notdienstpraxis oder Pferdeklinik und lassen Sie Ihr Pferd ohne Verzögerung vorstellen, da eine früh begonnene Behandlung schwere Hufschäden vermindern kann. Besonders wachsam sollten Sie bei übergewichtigen Pferden, Ponys und Tieren sein, die bereits einmal eine Rehe hatten. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, doch wenn niemand erreichbar ist, darf der Anruf die Fahrt beziehungsweise die sofortige Vorstellung nicht aufhalten.

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