Was ist das?
Eine Kotverklebung der Kloake entsteht, wenn Kot die Kloakenöffnung verklebt und so das normale Absetzen blockiert. Durch Durchfall, breiigen Kot oder eingetrocknete Ausscheidungen verkleben die umliegenden Federn und die Kloake, sodass sich ein zunehmender Pfropf bildet und der Vogel den Kot nicht mehr richtig ausscheiden kann. Begünstigt wird dies durch Verdauungsstörungen, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel oder eine bereits gereizte Kloakenregion. Weil sich ausscheidungspflichtige Stoffe stauen, drückt und presst der Vogel oft vergeblich, was die Haut zusätzlich reizt und verletzen kann. Bleibt die Verklebung bestehen, drohen ein gefährlicher Kotstau und Entzündungen, weshalb eine blockierte Kloake rasch beachtet werden sollte.
Typische Anzeichen
Erkrankte Vögel fallen häufig durch folgende Anzeichen auf:
- Verklebtes, verschmutztes Gefieder an der Kloake
- Erfolgloses Pressen
- Unruhe
- Aufgeplustertes Tier
Mögliche Ursachen
Mehrere Faktoren können eine Rolle spielen:
- Durchfall
- Verklebter, eingetrockneter Kot
- Bewegungsmangel
Was Sie tun können
Weichen Sie verklebten Kot mit lauwarmem Wasser auf und entfernen Sie ihn vorsichtig. Beobachten Sie den Vogel dabei aufmerksam.
Kotverklebung der Kloake bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Kann der Vogel wegen verklebter Federn nicht richtig abkoten oder ist die Haut rund um die Kloake bereits gereizt und verletzt, sollten Sie einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. Achten Sie darauf, ob der Vogel häufig presst, unruhig wirkt oder sich vermehrt im Kloakenbereich putzt. Zu einem sofortigen Notfall wird die Erkrankung, wenn trotz erkennbarem, erfolglosem Pressen gar kein Kot mehr abgesetzt wird oder der Vogel aufgeplustert und teilnahmslos dasitzt. Ein anhaltender Kotstau kann rasch lebensbedrohlich werden und erfordert dann unverzüglich tierärztliche Hilfe, notfalls über einen Notdienst. Versuchen Sie nicht, harte Verkrustungen gewaltsam zu entfernen, um Verletzungen der empfindlichen Kloakenhaut zu vermeiden.