Was ist das?
Die Samtkrankheit (Oodiniose) kann auch im Gartenteich auftreten und wird durch winzige parasitäre Geißeltierchen der Gattung Oodinium verursacht. Diese Einzeller setzen sich auf Haut, Flossen und besonders auf den Kiemen fest und ernähren sich vom Gewebe des Fisches. Bei Koi und anderen Teichfischen zeigt sich der Befall als feiner, goldgrauer bis samtartiger Belag, der dem Körper vor allem im Streiflicht einen staubigen Schimmer verleiht und mit deutlichem Juckreiz einhergeht. Die Tiere scheuern sich an Steinen und Einrichtung, klemmen die Flossen und atmen bei Kiemenbefall angestrengt. Weil sich die Parasiten unter günstigen Bedingungen rasch vermehren, kann die Samtkrankheit in kurzer Zeit einen großen Teil des Bestandes erfassen und die Atmung der Fische ernsthaft beeinträchtigen.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen sind typisch:
- samtartiger Belag auf der Haut
- häufiges Scheuern am Boden
- Flossenklemmen, schnelle Atmung
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- eingeschleppte Erreger über Neuzugänge
- schlechte Teichwasserqualität
- Stress nach Überwinterung
Was Sie tun können
Verbessern Sie die Teichwasserqualität und reduzieren Sie Stress. Halten Sie neue Fische zunächst getrennt.
Samtkrankheit bei Teichfischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Verdacht auf Samtkrankheit im Teich ist eine zügige fachkundige Beratung ratsam, da sich die Parasiten schnell im gesamten Bestand ausbreiten können. Lassen Sie den Befall abklären, sobald mehrere Fische scheuern, einen feinen samtigen Belag zeigen, die Flossen klemmen oder angestrengt atmen. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn im ganzen Bestand massenhaft Atemnot auftritt, Fische apathisch an der Oberfläche stehen oder rasch hintereinander Todesfälle vorkommen. Dann ist unverzügliches Handeln und fachkundige Hilfe erforderlich. Warten Sie nicht ab, bis der gesamte Teich betroffen ist, denn je früher gegengesteuert wird, desto besser lassen sich Verluste begrenzen. Eine frühzeitige Einschätzung hilft zudem, die Haltungsbedingungen zu überprüfen, die einen solchen Ausbruch oft begünstigen.