Was ist das?
Ankerwürmer (Lernaea) sind langgestreckte Krebstiere, die trotz ihres Namens nicht zu den echten Würmern zählen und als Parasiten auf Fischen leben. Das Weibchen verankert sich mit einem ankerförmigen Vorderende tief in der Haut und der darunterliegenden Muskulatur, während der lange, fadenförmige Körper sichtbar aus der Einstichstelle herausragt. An dieser Stelle entstehen gereizte, oft geschwollene und entzündete Wunden, die sich zusätzlich bakteriell infizieren können. Betroffene Fische scheuern sich und wirken unruhig. Weil die Parasiten so tief im Gewebe sitzen, hinterlässt ihr Entfernen offene Wunden, die versorgt werden müssen. Bei einem stärkeren Befall schwächen der Gewebeschaden, die anhaltende Reizung und mögliche bakterielle Folgeinfektionen die Fische spürbar und können ihren Gesamtzustand deutlich verschlechtern.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen sind typisch:
- fadenförmige Parasiten an der Haut
- gerötete, geschwollene Einstichstellen
- Scheuern und Unruhe
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- Einschleppen über Teichfische
- fehlende Quarantäne
- offene Gewässer
Was Sie tun können
Halten Sie Neuzugänge in Quarantäne und beobachten Sie die Tiere genau. Vermeiden Sie das Einbringen von Wildfischen.
Ankerwürmer bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Ankerwürmern ist fachkundige Beratung sinnvoll, weil die Parasiten tief in der Haut verankert sind und ihr Entfernen offene Wunden hinterlässt, die fachgerecht versorgt werden sollten, damit sie sich nicht zusätzlich entzünden. Beobachten Sie die betroffenen Fische aufmerksam, prüfen Sie die Haltungsbedingungen und versuchen Sie nicht, die Parasiten unbedacht herauszuziehen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn mehrere Fische betroffen sind oder bereits Todesfälle auftreten, wenn Tiere an der Oberfläche nach Luft schnappen oder wenn ein Fisch apathisch am Beckenboden liegt. In diesen Fällen ist rasches Handeln geboten. Holen Sie zeitnah fachkundigen Rat ein, um die Wunden versorgen und die Ursache gezielt behandeln zu lassen, damit sich die Einstichstellen nicht weiter entzünden und andere Tiere geschützt werden.