Was ist das?
Eine Unterkühlung entsteht, wenn die Wassertemperatur dauerhaft unter den für die jeweilige Fischart geeigneten Bereich absinkt. Da Fische wechselwarme Tiere sind und ihre Körpertemperatur nicht selbst regeln können, passt sich ihr Stoffwechsel unmittelbar der Umgebung an und verlangsamt sich bei Kälte deutlich. In der Folge werden die Tiere träge, ihre Verdauung stockt und ihre körpereigene Abwehr wird geschwächt. Häufig sind ein Heizerausfall, ein kalter Wasserwechsel oder ungeeignete Haltungstemperaturen die Auslöser. Dadurch werden unterkühlte Fische anfälliger für Infektionen und andere Erkrankungen. Für das Tier bedeutet anhaltende Kälte eine ernste Belastung, die den gesamten Organismus schwächt und ihn empfindlich gegenüber weiteren Problemen macht. Gerade nach einem plötzlichen Temperatursturz kann sich der Zustand betroffener Tiere deshalb spürbar verschlechtern, wenn nicht behutsam gegengesteuert wird.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen sind typisch:
- Trägheit, reglos am Boden
- nachlassende Aktivität und Appetit
- erhöhte Krankheitsanfälligkeit
Mögliche Ursachen
Mögliche Auslöser sind:
- defekter oder fehlender Heizer
- kalte Räume oder Zugluft
- zu kalte Wasserwechsel
Was Sie tun können
Stellen Sie eine artgerechte, stabile Temperatur sicher und prüfen Sie die Heizung. Erwärmen Sie das Wasser nur langsam.
Unterkühlung bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei einer Unterkühlung sollte die Wassertemperatur langsam wieder in den passenden Bereich gebracht und der Fisch dabei genau beobachtet werden. Fachkundige Beratung ist ratsam, wenn sich die Tiere nach vorsichtiger Erwärmung nicht erholen oder weiterhin auffällig träge bleiben. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn ein Fisch reglos seitlich liegt und kaum noch atmet, wenn sich trotz langsamer Erwärmung keine Erholung einstellt oder wenn das Fressen völlig verweigert wird. In diesen Fällen ist umgehend fachlicher Rat einzuholen, da der Kreislauf stark geschwächt sein kann. Wichtig ist, das Wasser keinesfalls ruckartig zu erwärmen, da schroffe Temperatursprünge zusätzlichen Stress bedeuten. Bleiben die Fische auch nach behutsamer Anpassung geschwächt, ist rasches Handeln der sicherere Weg.