Was ist das?
Eine Thrombembolie entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel von einer Stelle löst, mit dem Blutstrom verschleppt wird und schließlich ein Blutgefäß verstopft. Dadurch wird der dahinterliegende Körperbereich plötzlich nicht mehr durchblutet und nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Je nachdem, welches Gefäß betroffen ist, kann das eine Gliedmaße, die Lunge oder andere Organe treffen, was sehr plötzlich auftritt und starke Schmerzen oder Funktionsausfälle verursacht. Eine Thrombembolie ist ein akuter, lebensbedrohlicher Notfall.
Typische Anzeichen
Die Beschwerden treten meist sehr plötzlich auf und hängen vom betroffenen Bereich ab. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
- plötzliche schwere Lahmheit, oft mit kalter, blasser Gliedmaße
- starke Schmerzen und auffälliges Jammern
- plötzliche Atemnot bei Verschluss eines Lungengefäßes
- Schwäche, Zusammenbruch oder Bewusstseinsstörungen
- fehlender oder kaum tastbarer Puls in der betroffenen Gliedmaße
Mögliche Ursachen
Thrombembolien entstehen oft im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen. Mögliche Ursachen sind:
- Herzerkrankungen, die die Bildung von Gerinnseln begünstigen
- Erkrankungen mit gestörter Blutgerinnung
- schwere Entzündungen oder Infektionen
- Tumorerkrankungen
- bestimmte Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen
Was Sie tun können
Wenn Sie einen plötzlichen Funktionsausfall, starke Schmerzen oder Atemnot bemerken, halten Sie Ihren Hund ruhig und warm und vermeiden Sie jede unnötige Bewegung. Versuchen Sie nicht, die betroffene Gliedmaße zu massieren oder zu bewegen. Bringen Sie Ihren Hund so schonend und schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung.
Wann zum Tierarzt
Dies ist ein Notfall: Suchen Sie sofort die nächste Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst auf, wenn Ihr Hund plötzlich eine Gliedmaße nicht mehr belasten kann, starke Schmerzen, Atemnot oder einen Zusammenbruch zeigt. Jede Minute kann hier entscheidend sein.