Was ist das?
Eine Thrombembolie beim Hund entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel von seiner Entstehungsstelle löst, mit dem Blutstrom verschleppt wird und schließlich ein Blutgefäß verstopft. Dadurch wird der Körperbereich hinter dem Verschluss plötzlich nicht mehr durchblutet und nicht mehr mit Sauerstoff versorgt, sodass das betroffene Gewebe rasch Schaden nimmt. Je nachdem, welches Gefäß betroffen ist, kann eine Gliedmaße, die Lunge oder ein anderes Organ getroffen werden, was sehr plötzlich einsetzt und starke Schmerzen oder einen akuten Funktionsausfall verursacht. Häufig steht dahinter eine andere Grunderkrankung, die die Bildung von Gerinnseln begünstigt. Eine Thrombembolie ist ein akuter, lebensbedrohlicher Notfall, bei dem der plötzliche Durchblutungsstopp den Hund unmittelbar gefährdet und schnelles Handeln über den weiteren Verlauf entscheidet.
Typische Anzeichen
Die Beschwerden treten meist sehr plötzlich auf und hängen vom betroffenen Bereich ab. Häufig beobachtete Anzeichen sind:
- plötzliche schwere Lahmheit, oft mit kalter, blasser Gliedmaße
- starke Schmerzen und auffälliges Jammern
- plötzliche Atemnot bei Verschluss eines Lungengefäßes
- Schwäche, Zusammenbruch oder Bewusstseinsstörungen
- fehlender oder kaum tastbarer Puls in der betroffenen Gliedmaße
Mögliche Ursachen
Thrombembolien entstehen oft im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen. Mögliche Ursachen sind:
- Herzerkrankungen, die die Bildung von Gerinnseln begünstigen
- Erkrankungen mit gestörter Blutgerinnung
- schwere Entzündungen oder Infektionen
- Tumorerkrankungen
- bestimmte Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen
Was Sie tun können
Wenn Sie einen plötzlichen Funktionsausfall, starke Schmerzen oder Atemnot bemerken, halten Sie Ihren Hund ruhig und warm und vermeiden Sie jede unnötige Bewegung. Versuchen Sie nicht, die betroffene Gliedmaße zu massieren oder zu bewegen. Bringen Sie Ihren Hund so schonend und schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung.
Thrombembolie beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Dies ist ein sofortiger Notfall: Suchen Sie ohne jede Verzögerung die nächste Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst auf, sobald die ersten Anzeichen auftreten. Alarmierend ist, wenn Ihr Hund plötzlich eine Gliedmaße nicht mehr belasten kann, diese kalt oder gefühllos wirkt, wenn er starke, offensichtliche Schmerzen zeigt, in Atemnot gerät oder zusammenbricht. Auch eine plötzliche Schwäche, Unruhe oder auffällig blasse bis bläuliche Schleimhäute sind ernste Warnsignale. Bei einer Thrombembolie ist die Durchblutung akut unterbrochen, sodass jede Minute über das Ausmaß des Schadens entscheiden kann. Warten Sie deshalb nicht ab, ob sich die Beschwerden von selbst bessern, sondern rufen Sie am besten schon auf dem Weg in der Praxis an, damit das Team vorbereitet ist.