Was ist das?
Die Blutvergiftung, fachlich als Septikämie bezeichnet, ist eine schwere bakterielle Infektion, bei der sich Erreger über den Blutkreislauf im gesamten Körper des Fisches ausbreiten. Von dort aus schädigen die Bakterien und ihre Giftstoffe innere Organe und die Blutgefäße, was zu Einblutungen und einer raschen Verschlechterung des Allgemeinzustands führt. Häufig entwickelt sich eine Septikämie aus einer örtlichen Infektion oder auf dem Boden stark belasteter Wasserwerte, die die Abwehr schwächen. Weil der Kreislauf betroffen ist, greift die Erkrankung sehr schnell auf den ganzen Organismus über. Für den Fisch ist eine Blutvergiftung eine akut lebensbedrohliche Situation, die den Körper von innen heraus überfordert und ohne rasches Eingreifen häufig tödlich verläuft. Gerade diese schnelle Ausbreitung über den Kreislauf macht die Erkrankung für den Fisch so gefährlich.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen sind typisch:
- flächige Rötungen und Blutungen
- aufgeblähter Bauch, abstehende Schuppen
- schwere Apathie
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- schlechte Wasserqualität
- Verletzungen als Eintrittspforte
- geschwächtes Immunsystem
Was Sie tun können
Isolieren Sie betroffene Tiere und verbessern Sie sofort die Wasserqualität. Reduzieren Sie Stress und Überbesatz.
Blutvergiftung (Septikämie) bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Verdacht auf eine Blutvergiftung ist umgehend fachkundiger Rat erforderlich, denn eine Septikämie kann innerhalb kurzer Zeit tödlich verlaufen. Weil sich die Infektion über den Blutkreislauf im ganzen Körper ausbreitet, verschlechtert sich der Zustand oft von Stunde zu Stunde, sodass jede Verzögerung das Tier zusätzlich gefährdet. Fachliche Hilfe sollte daher sofort und nicht erst am nächsten Tag gesucht werden, sobald sich Anzeichen wie Einblutungen, rasch nachlassende Kräfte oder eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinbefindens zeigen. Aufgrund der ernsten, akut lebensbedrohlichen Natur der Erkrankung ist hier grundsätzlich von einem sofortigen Notfall auszugehen. Auch wenn im selben Becken weitere Fische ähnliche Anzeichen entwickeln, ist unverzügliches Handeln geboten, um eine weitere Ausbreitung im Bestand einzudämmen.