Was ist das?
Die Schleimhautkrankheit (Slime Disease) entsteht durch eine anhaltende, starke Reizung der Fischhaut, die meist von winzigen Hautparasiten wie Costia, Chilodonella oder Trichodina ausgelöst wird. Als Abwehrreaktion produziert der Fisch übermäßig viel Schleim, sodass die Haut stellenweise von einem trüben, gräulich-weißen Film überzogen wirkt und matt erscheint. Dieser zunächst schützende, doch dichte Schleim erschwert jedoch die Atmung und beeinträchtigt die natürliche Schutzfunktion der Haut zusätzlich. Betroffene Fische scheuern sich, klemmen die Flossen, wirken unruhig oder matt und atmen bei Kiemenbeteiligung angestrengt. Begünstigt wird die Erkrankung durch schlechte Wasserqualität und Stress. Für den Fisch bedeutet die starke Schleimbildung eine ernste Belastung, die sich bei fortschreitendem Befall oder Beteiligung der Kiemen deutlich verschlimmern kann.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen sind typisch:
- milchig-graue, dicke Schleimschicht
- Scheuern und Flossenklemmen
- schnelle Atmung
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- Hautparasiten
- schlechte Wasserwerte
- Stress und geschwächte Abwehr
Was Sie tun können
Optimieren Sie die Wasserwerte und reduzieren Sie Stress. Halten Sie Neuzugänge in Quarantäne.
Schleimhautkrankheit bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Anzeichen einer Schleimhautkrankheit, etwa vermehrtem Scheuern, trübem Hautfilm und geklemmten Flossen, ist eine fachkundige Abklärung ratsam, besonders wenn zusätzlich die Atmung betroffen ist. Je früher die auslösenden Parasiten eingeschätzt werden, desto besser lässt sich gegensteuern. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Fische an der Oberfläche nach Luft schnappen, wenn mehrere Tiere betroffen sind oder bereits Todesfälle auftreten oder wenn ein Fisch apathisch am Beckenboden liegt. In diesen Fällen ist unverzügliches Handeln und fachkundige Hilfe geboten. Warten Sie nicht ab, prüfen Sie zugleich die Wasserwerte, die den Befall häufig begünstigen, und holen Sie zeitnah Rat ein, um die betroffenen Fische zu behandeln und eine Ausbreitung auf den ganzen Bestand zu verhindern.