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Scheinträchtigkeit beim Kaninchen

auch: Pseudogravidität · Scheinschwangerschaft

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-06-28
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
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Zustand im Blick behalten, bei Verschlechterung zum Tierarzt.

Was ist das?

Eine Scheinträchtigkeit, fachsprachlich Pseudogravidität genannt, ist ein hormonell ausgelöster Zustand, in dem sich eine nicht trächtige Häsin so verhält und körperlich verändert, als erwarte sie Nachwuchs. Auslöser ist ein Eisprung ohne nachfolgende Trächtigkeit. Das ist meist harmlos, aber bedeutsam, weil das Tier Nester baut, Fell rupft und teils gereizt reagiert und wiederholte Scheinträchtigkeiten Gebärmuttererkrankungen begünstigen können.

Typische Anzeichen

Eine Scheinträchtigkeit zeigt sich am Verhalten:

  • Nestbauverhalten mit Zusammentragen von Material
  • Ausrupfen von Bauch- und Brustfell
  • Vermehrte Reizbarkeit oder Aggression
  • Geschwollene Zitzen, manchmal mit Milchbildung
  • Vorübergehend verringerter Appetit

Mögliche Ursachen

Auslöser ist eine hormonelle Schwankung:

  • Eisprung ohne Befruchtung, etwa nach Bespringen durch Artgenossen
  • Hormonelle Schwankungen bei nicht kastrierten Häsinnen
  • Soziale Reize in der Gruppe

Was Sie tun können

Lassen Sie das Tier in Ruhe sein Nestbauverhalten ausleben und sorgen Sie für eine entspannte Umgebung. Beobachten Sie, ob sich der Zustand nach einigen Tagen von selbst legt.

Wann zum Tierarzt

Wenn die Scheinträchtigkeit häufig auftritt oder lange anhält, sollten Sie sich tierärztlich beraten lassen, da wiederholte Verläufe Gebärmuttererkrankungen begünstigen.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.