Was ist das?
Die Salmonellose, auch Pseudotuberkulose genannt, ist eine bakterielle Infektion durch Salmonellen, die bei Vögeln vor allem den Darm und innere Organe befällt. Die Bakterien vermehren sich im Verdauungstrakt, gelangen von dort in Leber, Milz und andere Organe und lösen Entzündungen aus. Typische Folgen sind Durchfall, Schwäche, Abmagerung und ein gestörter Allgemeinzustand, teils auch Gelenkbeschwerden. Die Ansteckung erfolgt über verunreinigtes Futter, Wasser oder Kot, häufig begünstigt durch mangelnde Hygiene oder Kontakt zu Wildvögeln. Von besonderer Bedeutung ist, dass Salmonellen als Zoonose auch auf den Menschen übertragbar sind und dort Erkrankungen verursachen können. Die Salmonellose ist somit nicht nur für den betroffenen Vogel, sondern auch aus Gründen des Infektionsschutzes ernst zu nehmen.
Typische Anzeichen
Erkrankte Vögel fallen häufig durch folgende Anzeichen auf:
- Wässriger, übel riechender Durchfall
- Apathie und Schwäche
- Geschwollene Gelenke
- Abmagerung
Mögliche Ursachen
Mehrere Faktoren können eine Rolle spielen:
- Aufnahme über verschmutztes Futter und Wasser
- Kontakt zu infizierten Tieren oder Nagern
- Mangelhafte Hygiene
Was Sie tun können
Achten Sie auf strenge Hygiene bei Futter und Wasser und schützen Sie Vorräte vor Mäusen. Beobachten Sie den Vogel dabei aufmerksam.
Salmonellose (Pseudotuberkulose) bei Vögeln: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei anhaltendem Durchfall, Schwäche und sichtbarem Krankheitsgefühl sollten Sie den Vogel dringend tierärztlich abklären lassen, auch wegen der Ansteckungsgefahr für Mensch und Tier. Weil sich der Zustand rasch verschlechtern kann, ist eine Vorstellung innerhalb weniger Tage angezeigt; achten Sie zugleich auf konsequente Hygiene und waschen Sie sich nach jedem Kontakt gründlich die Hände. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn der Vogel aufgeplustert und apathisch am Käfigboden sitzt, das Futter vollständig verweigert oder wässrigen Durchfall mit rasch zunehmender Schwäche zeigt. Solche Anzeichen deuten auf einen bedrohlichen Verlauf hin und erfordern eine umgehende Vorstellung, ohne auf reguläre Sprechzeiten zu warten. Trennen Sie betroffene Tiere möglichst vom übrigen Bestand und reinigen Sie Näpfe und Käfig besonders sorgfältig.