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Rollkrankheit beim Kaninchen: Warnzeichen erkennen und sofort handeln

auch: Rolling Disease · Wälzkrankheit

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
Sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Was ist das?

Die Rollkrankheit beim Kaninchen, im Englischen Rolling Disease genannt, ist eine besonders schwere Form der Gleichgewichtsstörung, bei der sich das Tier unkontrolliert um die eigene Längsachse rollt und nicht mehr stehen oder liegen bleiben kann. Sie entsteht durch eine ausgeprägte Störung des Gleichgewichtssystems im Innenohr oder im Gehirn, wodurch das Tier jede Orientierung im Raum verliert. Häufige Hintergründe sind Innenohrentzündungen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Das ist ein Notfall, weil sich das Kaninchen beim heftigen Rollen schwer verletzen kann, in Panik gerät und weder selbstständig frisst noch trinkt. Ohne Hilfe verschlechtert sich der Zustand rasch und das Tier erschöpft zunehmend.

Typische Anzeichen

Die Rollkrankheit zeigt sich sehr dramatisch:

  • Unkontrolliertes Rollen um die eigene Achse
  • Unfähigkeit zu stehen oder zu sitzen
  • Starke Kopfschiefhaltung
  • Heftiges Augenzittern
  • Panik und Erschöpfung

Mögliche Ursachen

Die Rollkrankheit hat dieselben Ursachen wie schwere Gleichgewichtsstörungen:

  • Fortgeschrittene E.-cuniculi-Infektion
  • Schwere Mittel- und Innenohrentzündung
  • Vergiftungen oder Veränderungen im Gehirn

Was Sie tun können

Polstern Sie die Umgebung sehr gut ab oder legen Sie das Tier in eine enge, weich gepolsterte Box, damit es sich nicht verletzt. Halten Sie es in einer ruhigen, abgedunkelten Umgebung.

Rollkrankheit beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Die Rollkrankheit ist ein Notfall, der sofortige tierärztliche Hilfe erfordert. Wenn sich Ihr Kaninchen unkontrolliert um die eigene Achse rollt und nicht mehr zur Ruhe kommt, sollten Sie ohne Verzögerung eine Tierarztpraxis oder Klinik aufsuchen, auch nachts oder am Wochenende, da sich das Tier dabei schwer verletzen kann und dringend behandelt werden muss. Polstern Sie die Umgebung bis dahin gut ab, etwa mit zusammengerollten Handtüchern, halten Sie es abgedunkelt und ruhig und vermeiden Sie unnötige Reize. Warten Sie keinesfalls ab, ob sich das Rollen von selbst legt, denn das Tier kann sich nicht mehr selbst versorgen und erschöpft schnell. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser stehen die Chancen, den Zustand zu stabilisieren.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.