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Parvovirose beim Hund: Anzeichen und was hilft

auch: Parvo · Katzenseuche des Hundes · Hundeseuche

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
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Was ist das?

Die Parvovirose ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem ungeimpfte Welpen und Junghunde trifft. Der Erreger befällt gezielt die schnell wachsenden Zellen im Körper, insbesondere die der Darmschleimhaut und des Knochenmarks. Durch die Schädigung der Darmschleimhaut kommt es zu schwerem, häufig blutigem Durchfall, der das Tier rasch auszehrt. Zugleich schwächt der Angriff auf das Knochenmark die Abwehrkräfte, sodass der Körper sich schlechter wehren kann. Gerade junge Hunde verlieren dadurch in kurzer Zeit viel Kraft und Flüssigkeit. Weil sich das Virus zudem leicht überträgt, sind ungeschützte Tiere besonders gefährdet. Unbehandelt verläuft die Parvovirose besonders bei jungen Tieren häufig tödlich und zählt damit zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten beim Hund. Gerade für ungeschützte junge Tiere ist sie deshalb besonders bedrohlich.

Typische Anzeichen

Die Erkrankung beginnt oft sehr plötzlich und verschlechtert sich rasch. Typisch sind:

  • starker, oft wässriger, blutiger und übelriechender Durchfall
  • wiederholtes Erbrechen (weißer Schaum, gelbliche Galle oder Schleim)
  • ausgeprägte Mattigkeit und Teilnahmslosigkeit
  • Futterverweigerung und Fieber
  • rasche Austrocknung und Schwäche

Mögliche Ursachen

Ursache ist die Ansteckung mit dem Parvovirus. Begünstigend wirken:

  • fehlender oder unvollständiger Impfschutz
  • junges Alter mit noch unreifem Immunsystem
  • Kontakt zu Kot infizierter Hunde oder verseuchter Umgebung

Was Sie tun können

Halten Sie einen erkrankten Hund von anderen Tieren fern, da die Erkrankung hochansteckend ist. Warten Sie nicht ab, denn der Flüssigkeitsverlust kann sehr schnell lebensbedrohlich werden. Reinigen Sie kontaminierte Bereiche gründlich.

Parvovirose beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

Die Parvovirose ist ein Notfall, bei dem Sie nicht abwarten dürfen. Zeigt Ihr Hund blutigen Durchfall und Erbrechen, insbesondere als Welpe oder Junghund, stellen Sie ihn ohne Verzögerung in einer für Hunde geeigneten Notdienstpraxis oder Tierklinik vor – auch außerhalb der üblichen Sprechzeiten und ohne abzuwarten, ob sich der Durchfall von selbst bessert. Da die Erkrankung junge Tiere in kurzer Zeit stark schwächt und ihnen Flüssigkeit entzieht, kann ein Zögern lebensbedrohlich werden. Weil das Virus hochansteckend ist, meiden Sie auf dem Weg dorthin den Kontakt zu anderen Hunden. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist; erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los, statt weitere Zeit mit Anrufen zu verlieren.

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