Was ist das?
Nasenmilben sind sehr kleine Parasiten, die sich in den Nasenhöhlen und Nebenhöhlen Ihres Hundes ansiedeln. Durch ihre Bewegungen reizen sie die empfindliche Nasenschleimhaut und lösen dadurch heftiges, oft anfallsartiges Niesen sowie Juckreiz im Bereich der Nase aus. Manche Hunde reiben sich in der Folge häufig mit der Pfote oder an Gegenständen an der Nase oder zeigen einen vermehrten Nasenausfluss. Ein Befall mit Nasenmilben ist insgesamt nicht sehr häufig, kann für den betroffenen Hund aber ausgesprochen unangenehm sein. Übertragen werden die Milben meist durch direkten Kontakt zwischen Hunden, etwa beim Beschnuppern. Für den Hund bedeutet ein Nasenmilbenbefall vor allem einen lästigen Reiz in der Nase, der zu ständigem Niesen und Unruhe führen kann.
Typische Anzeichen
Die Beschwerden betreffen vor allem die Nase und die Atemwege. Typische Anzeichen sind:
- anfallsartiges, heftiges Niesen
- sogenanntes Rückwärtsniesen
- klarer oder blutiger Nasenausfluss
- Reiben oder Kratzen an der Nase
- Unruhe und Kopfschütteln
Mögliche Ursachen
Der Befall entsteht durch Übertragung der Milben von Tier zu Tier. Begünstigende Umstände sind:
- direkter Nasenkontakt mit befallenen Hunden
- Aufenthalt in Gruppen mit vielen Hunden
- gemeinsames Beschnüffeln von Liegeplätzen
- ein geschwächtes Immunsystem
Was Sie tun können
Beobachten Sie, wie häufig und stark Ihr Hund niest, und achten Sie auf Nasenausfluss. Halten Sie ihn vorerst von anderen Hunden fern, um eine Weitergabe zu vermeiden. Notieren Sie Auffälligkeiten, damit Sie sie in der Tierarztpraxis schildern können.
Nasenmilben beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Wenn das Niesen Ihres Hundes über längere Zeit anhält, wenn blutiger Nasenausfluss auftritt oder wenn er sich ständig mit der Pfote an der Nase reibt, sollten Sie eine Tierarztpraxis aufsuchen. Eine Abklärung schafft Klarheit über die Ursache, denn ähnliche Beschwerden können auch durch Fremdkörper, Entzündungen oder andere Erkrankungen der Nase entstehen. Da Nasenmilben in der Regel als beobachten eingestuft sind, besteht meist keine unmittelbare Eile, doch sollten hartnäckige Beschwerden nicht dauerhaft hingenommen werden. Wenden Sie sich zeitnah an Ihre Tierarztpraxis, wenn sich der Zustand verschlechtert, wiederkehrendes Nasenbluten auftritt oder Ihr Hund deutlich beeinträchtigt wirkt. Da die Milben ansteckend sind, ist es außerdem sinnvoll, den Kontakt zu anderen Hunden vorübergehend einzuschränken, bis die Ursache geklärt ist.