Was ist das?
Ein Fremdkörper in der Nase ist ein Gegenstand, der beim Atmen oder Wühlen in die Nase gelangt und dort steckenbleibt. Beim Fressen und Graben können Nagetiere kleine Teile wie Einstreupartikel, Heuhalme oder Samen einziehen. Bei diesem Krankheitsbild reizt der festsitzende Fremdkörper die empfindliche Nasenschleimhaut und löst heftiges, oft anfallartiges Niesen aus. Typisch ist außerdem ein einseitiger, häufig eitriger Nasenausfluss auf der betroffenen Seite. Bleibt der Gegenstand länger liegen, entzündet sich die Stelle, und es kann sich eine Infektion entwickeln. Geraten Teile tiefer in die Atemwege, droht zusätzlich Atemnot. Wie dringend das Geschehen ist, hängt von Lage und Größe des Fremdkörpers ab.
Typische Anzeichen
Ein Nasenfremdkörper zeigt sich meist einseitig und plötzlich:
- Plötzliches, heftiges und wiederholtes Niesen
- Einseitiger, oft eitriger oder blutiger Nasenausfluss
- Reiben und Kratzen an der Nase
- Bei tieferer Lage Atemnot und Würgen
Mögliche Ursachen
Ein Fremdkörper gelangt beim Wühlen in die Nase:
- Eingeatmete Einstreu- oder Futterpartikel
- Heuhalme oder Grannen von Gräsern
- Staubiges oder feinteiliges Substrat
- Hektisches Fressen und Wühlen
Was Sie tun können
Verwenden Sie staubarme, grobe Einstreu und entstauben Sie Heu. Versuchen Sie nicht, den Fremdkörper selbst zu entfernen, da Sie ihn tiefer schieben können.
Fremdkörper in der Nase bei Nagetieren: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Fremdkörper in der Nase sollte zeitnah tierärztlich untersucht werden, da er sich sonst entzünden oder tiefer wandern kann. Stellen Sie Ihr Tier vor, wenn es plötzlich heftig und anfallartig niest, einseitigen oder eitrigen Nasenausfluss zeigt oder sichtbar erschwert atmet. Auch anhaltendes Nasereiben oder Unruhe können Hinweise sein. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation bei deutlicher Atemnot oder Würgen, bei blassen oder bläulichen Schleimhäuten sowie bei anhaltender Blutung aus der Nase. Solche Zeichen können auf eine Verlegung der Atemwege oder einen erheblichen Blutverlust hindeuten. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung tierärztliche Hilfe aufsuchen und versuchen, das Tier ruhig zu halten.