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Milchstau beim Kaninchen: Anzeichen und was zu tun ist

auch: Galaktostase

Kaninchen★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Ein Milchstau beim Kaninchen, fachsprachlich Galaktostase genannt, bedeutet, dass sich Milch in den Milchdrüsen der Gesäugeleiste ansammelt und nicht ausreichend abfließt. Er tritt vor allem bei säugenden Häsinnen auf, etwa wenn die Jungtiere weniger trinken oder abgesetzt werden, kann aber auch bei scheinträchtigen Tieren entstehen, deren Körper ohne echten Nachwuchs Milch bildet. Die gestaute Milch spannt das Gewebe, sodass die Gesäugeleiste anschwillt, sich verhärtet und schmerzt. Das ist bedeutsam, weil sich in der gestauten, warmen Milch leicht Keime vermehren und aus dem reinen Stau eine Gesäugeentzündung entstehen kann. Ein früh erkannter Milchstau lässt sich besser behandeln, bevor er in eine schwerwiegendere Entzündung übergeht und das Muttertier krank macht.

Typische Anzeichen

Ein Milchstau zeigt sich an der Gesäugeleiste:

  • Geschwollene, prall gefüllte und warme Zitzen
  • Schmerzempfindlichkeit beim Berühren
  • Unruhe und vermindertes Säugenlassen
  • Manchmal beginnende Mattigkeit
  • Verhärtungen in der Gesäugeleiste

Mögliche Ursachen

Ein Milchstau entsteht durch fehlenden Milchabfluss:

  • Zu wenige oder zu schwache Jungtiere, die nicht alles trinken
  • Plötzliches Absetzen der Jungen
  • Scheinträchtigkeit mit Milchbildung
  • Verstopfte Milchgänge

Was Sie tun können

Sorgen Sie für eine ruhige Umgebung und beobachten Sie die Gesäugeleiste auf Rötung und Wärme. Drücken Sie nicht an den Zitzen, um keine Entzündung zu fördern.

Milchstau beim Kaninchen: Wann muss ich zum Tierarzt?

Wird die Gesäugeleiste hart, heiß, gerötet oder schmerzhaft oder kommt Fieber hinzu, sollten Sie zeitnah tierärztlichen Rat einholen, denn aus einem Milchstau kann sich rasch eine gefährliche Gesäugeentzündung entwickeln. Beobachten Sie die säugende oder scheinträchtige Häsin regelmäßig und tasten Sie die Gesäugeleiste vorsichtig ab. Als sofortiger Notfall gelten Fieber mit Teilnahmslosigkeit, eine Verweigerung von Futter über längere Zeit sowie eine dunkel verfärbte oder offene Gesäugeleiste. In diesen Fällen ist umgehend tierärztliche Hilfe nötig. Weil ein Milchstau die Milchdrüse anfällig für Infektionen macht, sollten Sie Veränderungen am Gesäuge nicht auf die leichte Schulter nehmen. Handeln Sie lieber frühzeitig, um dem Muttertier Schmerzen und einen schweren Verlauf zu ersparen.

Wann wird es zum Notfall?
  • Fieber mit Teilnahmslosigkeit
  • Verweigerung von Futter über längere Zeit
  • Dunkel verfärbte oder offene Gesäugeleiste
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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.