Was ist das?
Eine Magen-Darm-Blockade, medizinisch als Obstruktion bezeichnet, ist ein teilweiser oder vollständiger Verschluss des Verdauungstrakts bei Exoten. Häufig sind verschluckte Fremdkörper wie Gummi-, Schaumstoff- oder Stoffteile die Ursache, gerade bei neugierigen Frettchen. Der Nahrungsbrei kann die verstopfte Stelle nicht mehr passieren, staut sich davor an und dehnt Magen oder Darm schmerzhaft. Betroffene Tiere fressen schlechter oder gar nicht mehr, würgen oder erbrechen, setzen wenig oder keinen Kot ab und wirken zunehmend schwach und teilnahmslos. Durch den Rückstau und die gestörte Durchblutung kann die Darmwand geschädigt werden, was lebensbedrohliche Komplikationen nach sich zieht. Weil kleine Heimtiere sehr empfindlich auf einen gestörten Verdauungsfluss reagieren, verschlechtert sich ihr Zustand oft innerhalb weniger Stunden deutlich.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen können auftreten:
- plötzliche Appetitlosigkeit
- Würgen oder Erbrechen
- ausbleibender Kotabsatz
- aufgeblähter Bauch
- Schmerzäußerungen
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- verschluckte Gegenstände wie Gummi oder Schaumstoff
- Haarballen
- Tumoren
- Verdrehungen des Darms
Was Sie tun können
Entfernen Sie verschluckbare Gegenstände aus dem Gehege und beobachten Sie den Kotabsatz. Geben Sie kein Futter mehr und fahren Sie zur Praxis.
Magen-Darm-Blockade bei Exoten (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Magen-Darm-Blockade ist ein Notfall und erfordert sofortige tierärztliche Hilfe. Bringen Sie Ihren Exoten umgehend in die nächste geöffnete Praxis oder Klinik, wenn er plötzlich die Nahrung verweigert, wiederholt würgt oder erbricht, keinen oder kaum noch Kot absetzt, einen aufgeblähten oder druckempfindlichen Bauch hat oder auffällig schwach und teilnahmslos wird. Auch der begründete Verdacht, dass Ihr Tier einen Fremdkörper verschluckt hat, rechtfertigt eine sofortige Vorstellung – warten Sie nicht ab, ob das Objekt von allein abgeht. Je länger der Verschluss besteht, desto größer ist die Gefahr, dass die Darmwand dauerhaft geschädigt wird. Verzichten Sie darauf, Abführmittel, Öl oder Futter einzugeben, und halten Sie das Tier auf dem Transport warm und ruhig. Rufen Sie möglichst vorab an, damit rasch mit der Diagnostik begonnen werden kann.