Was bedeutet das?
Erbrechen ist das aktive Entleeren des Mageninhalts über das Maul und unterscheidet sich vom bloßen Würgen ohne Auswurf. Bei Frettchen kann es auf einen verschluckten Fremdkörper hindeuten, also ein nicht verdauliches Objekt, das den Magen-Darm-Trakt blockiert. Daneben kommen Infektionen, Vergiftungen, verdorbenes Futter, Parasiten oder Erkrankungen von Magen, Darm und inneren Organen als Ursachen infrage. Einmaliges Erbrechen bei sonst munterem Tier ist oft weniger bedrohlich als wiederholtes Erbrechen, das rasch zu Flüssigkeitsverlust führt. Weil kleine Exoten schnell abbauen, ist die Beobachtung wichtig: Achten Sie darauf, wie oft das Tier erbricht, was der Mageninhalt enthält und ob es weiter frisst und aktiv bleibt. Diese Hinweise helfen, den Ernst der Lage einzuschätzen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie das Erbrechen und mögliche Begleitsymptome:
- Wie oft erbricht das Tier und was ist im Erbrochenen zu sehen?
- Zeigt es Bauchschmerzen, indem es sich krümmt oder den Bauch schont?
- Frisst und trinkt es noch oder verweigert es alles?
Erbrechen (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Bleibt es bei einmaligem Erbrechen und wirkt das Tier danach munter, können Sie es zunächst aufmerksam beobachten. Bei wiederholtem Erbrechen, bei Verdacht auf einen verschluckten Fremdkörper oder wenn zusätzliche Schwäche, Fressunlust oder Bauchschmerzen auftreten, ist jedoch eine rasche tierärztliche Vorstellung nötig. Achten Sie auch darauf, ob das Tier noch Kot absetzt und trinkt, da ausbleibender Kotabsatz für eine Blockade sprechen kann. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn wiederholtes Erbrechen mit Schwäche oder Apathie einhergeht oder wenn der Verdacht besteht, dass ein Frettchen ein Gummi- oder Plastikteil verschluckt hat. Dann sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe suchen, denn ein blockierter Magen-Darm-Trakt ist lebensbedrohlich und muss zeitnah untersucht werden.