Was ist das?
Das Lymphom ist eine bösartige Tumorerkrankung, die von den Lymphzellen des Frettchens ausgeht und zu den häufigsten Krebserkrankungen dieser Tierart zählt. Lymphzellen sind Bestandteil des Immunsystems und kommen im ganzen Körper vor, weshalb das Lymphom viele Organe befallen kann, darunter Lymphknoten, Milz, Leber und Darm. Durch die unkontrollierte Vermehrung der entarteten Zellen werden gesunde Gewebe verdrängt und in ihrer Funktion gestört. Die Erkrankung kann schleichend oder rasch verlaufen und zeigt je nach betroffenem Organ sehr unterschiedliche Anzeichen wie Schwäche, geschwollene Lymphknoten, Gewichtsverlust oder Atembeschwerden. Das Lymphom kann Frettchen in unterschiedlichem Alter treffen und gilt bei dieser Tierart als vergleichsweise verbreitet. Für das Frettchen ist es eine ernste, fortschreitende Erkrankung, die eine tierärztliche Abklärung und Begleitung notwendig macht.
Typische Anzeichen
Folgende Anzeichen können auftreten:
- geschwollene Lymphknoten
- Abmagerung trotz Fressen
- anhaltende Schwäche und Müdigkeit
- Atembeschwerden bei Befall des Brustraums
- vergrößerter Bauch
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- entartete Lymphzellen
- virale Mitfaktoren
- genetische Veranlagung
- höheres Lebensalter
Was Sie tun können
Beobachten Sie Allgemeinbefinden, Gewicht und Atmung Ihres Frettchens. Lassen Sie Knoten oder Schwellungen abklären.
Lymphom beim Frettchen (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Stellen Sie Ihr Frettchen zeitnah in einer Praxis vor, wenn Sie tastbare Schwellungen, vergrößerte Lymphknoten, anhaltende Schwäche oder ungewollten Gewichtsverlust bemerken. Da das Lymphom viele Organe betreffen kann, sind die Anzeichen vielfältig, weshalb jede unklare, länger anhaltende Veränderung abgeklärt werden sollte. Eine frühe Vorstellung hilft, die Erkrankung einzuordnen und das Wohlbefinden des Tieres besser zu begleiten. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation, wenn Ihr Frettchen deutliche Atemnot oder eine schnelle Atmung in Ruhe zeigt, wenn es kollabiert oder ausgeprägt teilnahmslos wird oder wenn es das Futter vollständig verweigert und dabei stark geschwächt ist. In diesen Fällen sollte das Tier umgehend in Praxis oder Klinik gebracht werden, ohne den weiteren Verlauf abzuwarten.