VetGuru

Lungenwurmbefall beim Igel: Anzeichen erkennen und richtig handeln

Exoten★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Dringend
Zeitnah tierärztlich abklären lassen.

Was ist das?

Ein Lungenwurmbefall beim Igel ist eine Infektion der Atemwege durch parasitische Würmer, fachlich als Verminose der Lunge bezeichnet. Die Larven gelangen über die Nahrung in den Körper und wandern bis in die Lunge, wo sich die Würmer ansiedeln und vermehren. Dort schädigen sie das Lungengewebe und lösen eine Entzündung aus, wodurch die Atmung zunehmend erschwert wird. Typische Anzeichen sind Husten, rasselnde oder angestrengte Atmung sowie eine allgemeine Schwäche und Abmagerung. Gerade freilebende und ohnehin geschwächte Igel sind häufig betroffen, oft in Verbindung mit weiteren Parasiten. Für das Tier bedeutet ein starker Lungenwurmbefall eine erhebliche Belastung der Atmung und des Allgemeinzustands, die unbehandelt weiter fortschreiten und den Igel zunehmend ernsthaft schwächen kann.

Typische Anzeichen

Folgende Anzeichen können auftreten:

  • anhaltender Husten
  • rasselnde oder erschwerte Atmung
  • Abmagerung
  • Schwäche
  • Schleim beim Husten

Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind:

  • Aufnahme von Larven über Zwischenwirte wie Schnecken
  • Kontakt zu verseuchter Umgebung
  • geschwächtes Immunsystem

Was Sie tun können

Halten Sie das Gehege sauber und entfernen Sie Schnecken aus dem Auslauf. Lassen Sie bei Husten eine Kotprobe untersuchen.

Lungenwurmbefall beim Igel (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?

Bei Anzeichen eines Lungenwurmbefalls sollten Sie eine Praxis aufsuchen, wenn Ihr Igel hustet, rasselnd oder angestrengt atmet, an Gewicht verliert oder zunehmend schwächer wird. Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig, da sich der Befall sonst verschlimmert und das Lungengewebe weiter geschädigt wird. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Igel bereits in Ruhe deutliche Atemnot zeigt oder nach Luft schnappt, wenn eine bläuliche Verfärbung oder Teilnahmslosigkeit auftritt oder wenn er das Futter verweigert und dabei zunehmend schwächer wird. In diesen Fällen ist umgehende tierärztliche Hilfe nötig. Warten Sie bei Atembeschwerden nicht ab und entwurmen Sie das Tier nicht auf eigene Faust. Über eine Kotuntersuchung lässt sich der Befall feststellen und anschließend gezielt und fachkundig behandeln.

Wann wird es zum Notfall?
  • Deutliche Atemnot oder Nach-Luft-Schnappen in Ruhe
  • Bläuliche Verfärbung oder Teilnahmslosigkeit
  • Futterverweigerung mit zunehmender Schwäche
Teilen:WhatsAppFacebookX E-Mail

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.