Was ist das?
Lungenwürmer sind parasitische Würmer, die beim Hund die Atemwege sowie Herz- und Lungengefäße befallen. Am bekanntesten ist Angiostrongylus vasorum, der sogenannte Französische Herzwurm, daneben spielt Crenosoma vulpis eine Rolle. Hunde stecken sich an, indem sie infizierte Schnecken oder Nacktschnecken fressen – oft unbeabsichtigt, weil kleine Schnecken an Gras, Spielzeug, Pfützen oder im Trinkwasser haften. Die Larven wandern in die Lunge, wo die erwachsenen Würmer Entzündungen und Gefäßschäden verursachen. Der Befall entwickelt sich meist schleichend und bleibt anfangs oft unbemerkt. Unbehandelt kann er zu ernsten Atem- und Kreislaufproblemen führen, weshalb ein Verdacht tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Typische Anzeichen
Die Beschwerden entwickeln sich häufig langsam und können unterschiedlich stark ausfallen:
- anhaltender oder wiederkehrender Husten
- schnellere oder angestrengte Atmung, Atemnot bei Belastung
- nachlassende Leistungsfähigkeit, schnelle Ermüdung
- Appetitverlust und Gewichtsabnahme
- bei Angiostrongylus zusätzlich Blutgerinnungsstörungen: Nasenbluten, blaue Flecken oder ungewöhnlich lange Blutungen
Mögliche Ursachen
Die Ansteckung erfolgt über die Aufnahme infizierter Zwischenwirte:
- Fressen von Schnecken und Nacktschnecken, auch versehentlich beim Grasfressen oder Spielen
- Kontakt mit Spielzeug, Wassernäpfen oder Pfützen, an denen kleine Schnecken haften
- erhöhtes Risiko in feuchten, schneckenreichen Regionen und Jahreszeiten
Was Sie tun können
Bei anhaltendem Husten, Atemnot oder ungewöhnlichen Blutungen sollten Sie Ihren Hund tierärztlich vorstellen. Die Praxis kann den Verdacht über Kot- und Blutuntersuchungen abklären und eine gezielte Behandlung einleiten. Geben Sie keine Wurmkur in Eigenregie, da nicht jedes Mittel gegen Lungenwürmer wirkt und die richtige Auswahl und Dosierung tierärztlich erfolgen muss. Vorbeugend hilft es, das Fressen von Schnecken zu vermeiden, Näpfe und Spielzeug sauber zu halten und die Wurmvorsorge mit der Tierarztpraxis abzustimmen.
Lungenwürmer beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lungenwürmer sollten immer zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da sich der Befall ohne Behandlung verschlechtern kann. Suchen Sie eine Praxis auf, wenn Ihr Hund über längere Zeit hustet, schneller oder angestrengt atmet, an Leistung verliert oder ungewöhnliche Blutungen zeigt. Zu einem sofortigen Notfall wird es, wenn deutliche Atemnot oder bläuliche Schleimhäute auftreten, wenn Blutungen nicht aufhören oder immer wieder auftreten, oder wenn Ihr Hund plötzlich sehr schwach wird oder zusammenbricht. In diesen Fällen sollten Sie ohne Verzögerung die nächste Tierarztpraxis oder Tierklinik aufsuchen.