Was ist das?
Die Lochkrankheit (Hole-in-the-head) zeigt sich durch grübchenartige Löcher und Vertiefungen am Kopf sowie entlang der Seitenlinie des Fisches. Aus den anfangs kleinen Grübchen können sich mit der Zeit größere, offene Stellen entwickeln, aus denen sich manchmal ein weißlicher, fadenförmiger Faden löst. Häufig steht die Erkrankung mit dem Darmparasiten Hexamita in Verbindung, oft in Kombination mit Mangelernährung, ungünstigen Wasserwerten und anhaltendem Stress, die die Fische zusätzlich schwächen. Betroffene Tiere magern häufig ab, verlieren nach und nach den Appetit, wirken matt und ziehen sich zurück. Für den Fisch bedeutet die Lochkrankheit eine fortschreitende Belastung, weil sich die Hautschäden allmählich ausweiten und die zugrunde liegenden Ursachen den Gesamtzustand über die Zeit zunehmend verschlechtern können.
Typische Anzeichen
Auf diese Veränderungen sollten Sie achten:
- kleine Grübchen oder Löcher am Kopf
- weißliche Absonderungen aus den Löchern
- Abmagerung, Appetitverlust
Mögliche Ursachen
Mögliche Auslöser sind:
- Hexamita-Befall
- einseitige Ernährung, Vitaminmangel
- schlechte Wasserqualität, Stress
Was Sie tun können
Verbessern Sie Ernährung und Wasserqualität, um die Abwehr zu stärken. Reduzieren Sie Stressfaktoren im Becken.
Lochkrankheit bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei der Lochkrankheit ist fischmedizinischer Rat ratsam, sobald die Löcher am Kopf oder an der Seitenlinie fortschreiten, sich vertiefen oder neue Stellen hinzukommen, da häufig zugrunde liegende Ursachen wie ein Parasitenbefall, Mangelernährung oder schlechte Wasserwerte mitwirken. Prüfen Sie Fütterung und Wasserqualität und beobachten Sie den betroffenen Fisch genau. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn die Löcher rasch fortschreiten und der Fisch dabei stark abmagert oder wenn er das Futter verweigert und apathisch zum Boden absinkt. In diesen Fällen ist der Fisch bereits deutlich geschwächt und zügiges Handeln nötig. Holen Sie zeitnah fachkundige Beratung ein, um Ursache und Behandlung gezielt aufeinander abzustimmen, statt allein auf eine Besserung der sichtbaren Hautschäden zu warten.