Was ist das?
Bei der Eibindung behält ein weibliches Reptil reife Eier oder Eizellen über die normale Legezeit hinaus im Körper zurück, ohne sie abzulegen. Anders als bei der akuten Legenot, bei der das Tier sichtbar presst, kann bei der Eibindung schon die Eibildung gestört sein, sodass gar keine Wehen einsetzen. Häufig fehlt ein geeigneter, ruhiger Eiablageplatz, oder das Weibchen ist durch Kalziummangel, falsche Haltung und Stress beeinträchtigt. Bleiben die Eier zu lange im Körper liegen, können sie sich zersetzen und schwere Entzündungen auslösen. Auch der Legeapparat selbst kann Schaden nehmen. Die Eibindung ist deshalb ein ernster Zustand, der das Allgemeinbefinden zunehmend verschlechtert und ohne rechtzeitiges Eingreifen lebensbedrohlich werden kann.
Typische Anzeichen
Anzeichen einer Eibindung sind:
- aufgeblähter Bauch und Gewichtszunahme
- nachlassender Appetit
- nervöses Suchen oder Graben ohne Eiablage
- Teilnahmslosigkeit über längere Zeit
- Unruhe in der Legezeit
Mögliche Ursachen
Begünstigend wirken:
- fehlender geeigneter Eiablageplatz
- Kalziummangel
- Stress und Störungen
- ungünstige Temperaturen oder Übergewicht
Was Sie tun können
Bieten Sie einen ruhigen, warmen und grabbaren Eiablageplatz an und sorgen Sie für eine gute Kalziumversorgung. Vermeiden Sie Stress und beobachten Sie Gewicht und Verhalten.
Eibindung (zurückgehaltene Eier) bei Reptilien: Wann muss ich zum Tierarzt?
Die Eibindung gilt als dringend, weil zurückgehaltene Eier mit der Zeit schwere Entzündungen verursachen können. Hält ein Weibchen über längere Zeit reife Eier zurück, ohne sie abzulegen, und verliert es dabei an Allgemeinbefinden, sollten Sie es tierärztlich untersuchen lassen. So lässt sich klären, ob ein geeigneter Ablageplatz fehlt oder eine gestörte Eibildung zugrunde liegt. Beobachten Sie, ob Ihr Tier ruhelos ist, weniger frisst oder matter wirkt. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Weibchen zunehmend schwach oder teilnahmslos wird oder erfolglos presst und dabei deutlich an Kräften verliert. Dann sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt aufsuchen. Sorgen Sie in der Zwischenzeit für Ruhe, Wärme im üblichen Bereich und einen geeigneten Ablageplatz.