Was ist das?
Harnwegserkrankungen umfassen verschiedene Probleme der ableitenden Harnwege bei Exoten, etwa Blasenentzündungen oder Harnsteine, die fachlich als Zystitis und Urolithiasis bezeichnet werden. Sie entstehen unter anderem durch Infektionen, Mineralstoffablagerungen oder eine ungünstige Zusammensetzung des Harns. Entzündungen und Steine reizen die Blasenschleimhaut und können den Harnabsatz schmerzhaft und erschwert machen. Betroffene Tiere pressen häufig, setzen nur kleine Mengen Urin ab, zeigen mitunter Blut im Harn oder wirken beim Wasserlassen unruhig. Besonders kritisch wird es, wenn ein Stein oder Grieß den Harnabgang blockiert, sodass kein Urin mehr abfließen kann. Eine ausgewogene Fütterung und ausreichend Flüssigkeit spielen bei vielen dieser Erkrankungen eine Rolle. Für den Exoten sind Harnwegserkrankungen ernst, da ein gestörter oder blockierter Harnabsatz schmerzhaft ist und rasch lebensbedrohlich werden kann.
Typische Anzeichen
Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- häufiger oder erschwerter Harnabsatz
- blutiger oder trüber Urin
- Schmerzäußerungen beim Wasserlassen
- Lecken am Genitalbereich
- Schwäche
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind:
- bakterielle Infektionen
- Harnsteine oder Grieß
- ungeeignete Ernährung
- zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
Was Sie tun können
Sorgen Sie für ausreichend frisches Wasser und beobachten Sie den Harnabsatz. Achten Sie auf Veränderungen in Farbe und Menge des Urins.
Harnwegserkrankung bei Exoten (Exoten): Wann muss ich zum Tierarzt?
Suchen Sie eine Praxis auf, wenn Ihr Tier beim Wasserlassen Schmerzen zeigt, häufig und erfolglos presst, nur kleine Mengen absetzt oder Blut im Urin auffällt. Solche Anzeichen deuten auf eine Erkrankung der Harnwege hin und sollten frühzeitig abgeklärt werden, bevor sich der Zustand verschlechtert. Auch Unruhe, häufiges Aufsuchen der Toilettenstelle oder ein verändertes Verhalten beim Harnabsatz sind Gründe für einen zeitnahen Termin. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn Ihr Tier trotz sichtbaren Pressens keinen Harn mehr absetzen kann oder wenn es kollabiert beziehungsweise ausgeprägt geschwächt ist. Ein blockierter Harnabsatz ist lebensbedrohlich und muss ohne Verzögerung behandelt werden. Bringen Sie den Exoten in diesen Fällen sofort in Praxis oder Klinik, ohne abzuwarten.